Pressemitteilungen

12.06.2019: Kulinarik und Musik: Genussmarkt und Straßenmusikfestival füllten Wassertrüdingens Altstadt

Am Samstag und Sonntag fand in Wassertrüdingen der erste Genussmarkt entlang der Marktstraße statt. Von 10 bis 18 Uhr konnten sich die Besucher bei rund 30 unterschiedlichen Anbietern, Direktvermarktern und Produzenten verschiedenste Produkte kaufen oder probieren. Die Pfingstfeiertage wurden zudem mit einem Straßenmusikfestival auf der Gartenschau gefeiert.

Zahlreiche Besucher strömten am Wochenende trotz des zunächst etwas bewölkten Himmels nach Wassertrüdingen zum Schlemmen und Genießen. An mehreren Standorten – die Biergärten - wurden von Brauereien aus der Umgebung bespielt. Das Angebot der vielen Stände, die sich über die Marktstraße verteilten war vielfältig: Von Eingelegtem bis hin zu Ölen und Backwaren war für jeden Geschmack und Anlass etwas dabei. Highlight am Samstag war der spektakuläre Auftritt der Wassertrüdinger Tanzgruppe Dance14s statt.

Am Sonntag wurde der Genussmarkt dann mit Musik und unterschiedlichsten Klängen untermalt. Zeitgleich zum Geschehen in der Marktstraße platzierten sich zahlreiche Musiker rund um den Marktplatz, aber auch auf den Geländeteilen der Gartenschau und begeisterten die Besucher beim Schlemmen mit Songs aus allen Sparten der Musik. Das Straßenmusikfestival sorgte auch nach dem Genussmarkt – am Pfingstmontag – noch für viele begeisterte Gesichter in Wassertrüdingen. Insgesamt musizierten knapp 30 Bands, Gruppen und Einzelpersonen und füllten mit ihren Darbietungen die Altstadt, sowie die Geländeteile der Gartenschau mit unzähligen Besuchern.


08.06.2019: „Die Königin der Blumen“ auf der Gartenschau: Rosenschau verzaubert in vielen Farben und Formen


Sträuße, Schnittblumen, ein Bett aus Rosen und andere faszinierende Installationen: Ein unverkennbarer Duft hängt in der Luft der Blumenschau in Wassertrüdingen, welche im Zuge der Gartenschau der Heimatschätze in einem alten Schreibwarengeschäft ihren Platz gefunden hat. Das neue Motto der Blumenschau, das alle zwei Wochen wechselt, sind nun die Rosen. Bis zum 20. Juni können sich die Besucher die schönen neuen Arrangements noch ansehen, bevor es mit „Nelken, Asparagus und Co.“ weitergeht. 90 verschiedene Sorten an Schnittrosen im gesamten Farbspektrum wurden verarbeitet – deutlich mehr als man im normalen Blumengeschäft bestaunen kann. Die gigantische Auswahl an Rosen wird ergänzt durch sogenannte Begleitstauden wie beispielsweise Rittersporn, Eisenhut, Septembergrün oder diverse Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel.

Beteiligt an der Blumenschau sind viele der Gärtnereien aus der Stadt und der Umgebung, wie Wagners – Blatt und Blüte und Blattwerk Bauer aus Wassertrüdingen oder 1A-Blumen Ensslin aus Nördlingen. Floristtechniker Dieter Scheffler ist der Kopf hinter der Ausstellung und ist begeistert von der Arbeit der Kollegen und dem Gesamtergebnis: „Wie immer ist es eine große Freude für mich mit Kollegen aus der Region und mit meinem Team eine so schöne Ausstellung gestaltet zu haben.“ Über drei Tage wurde die Blumenhalle nun passend zum Thema umgebaut. „Sukzessiv wurden die alten Exponate durch die neuen ersetzt.“, erklärt Dieter Scheffler. Die Blumenschau bleibt so, trotz Umstrukturierung, immer für die Gäste geöffnet.

Auch auf dem Platz zur Sonne, der Outdoor-Blumenschau, wird die Rose zum Thema: Kletterrosen, Rosenbögen und -spaliere werden auf der Fläche zu finden sein und ein Verkaufswochenende wird mit den schönen Blumen stattfinden. Am 15. und 16. Juni können sich die Besucher der Gartenschau somit neue wunderschöne Rosenstöcke kaufen und direkt mit nach Hause nehmen. „Die Rose wird gerne als Königin der Blumen bezeichnet. Es gibt mittlerweile einige tausend Sorten weltweit und die schönsten zeigen wir in unserer kleinen, aber feinen Selektion auf der Gartenschau.“, schwärmt Dieter Scheffler.

06.06.2019 - Das „Gefüge“ gewinnt: Sieger des Kunstpreises Skulptur der Gartenschau Wassertrüdingen steht fest

Bereits vor der Eröffnung der Gartenschau traf sich bei bestem Wetter die Jury zur Begutachtung der fünf nominierten Kunstwerke auf dem Gelände in Wassertrüdingen. Nach reiflicher Überlegung entschieden sich die Schiedsrichter für das „Gefüge“ von Albrecht Fersch.

Die Jury, bestehend aus dem Geschäftsführer der Gartenschau Peter Schubert, Prokuristin Ingrid Rott-Schöwel, Künstler und Kurator Carlos Cortizo und dem Vorstand des BBK Nürnberg Mittelfranken Alexander Schräpler, hatte keine leichte Wahl. Die fünf Kunstwerke waren bereits in einer Vorjurierung von einer erfahrenen Jury des Berufsverbandes Bildender Künstler Nürnberg Mittelfranken aus 31 Einreichungen ausgewählt worden, um auf dem Gartenschaugelände aufgestellt zu werden: Albrecht Fersch mit seiner vor Ort entstandenen Arbeit "Gefüge", Christian Heß mit seinem an vielen Orten des Gartenschaugeländes auftauchenden "Wurm", Younghun Lee mit der Figur "K-12", Sylvia Lobenhofer mit ihrer "Kathedrale" aus Glas und Metall und Peter Wittstadt mit seiner in Stein gehauenen "Mutter Erde". Der Kunstwettbewerb wurde von der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH ausgelobt und in Zusammenarbeit mit dem BBK Nürnberg Mittelfranken konzipiert und durchgeführt.

Letztlich entschied sich die Jury einstimmig für das "Gefüge" von Albrecht Fersch. Die Siegerkunstwerk ist ein organisches Gebilde aus Kunststoff, das sich zwischen mehreren Bäumen auf dem Gartenschau-Gelände spannt. Es erinnert an ein Gespinst im Großformat oder auch ein neuronales Netz. In Kombination mit dem Kunststoff, der die Außenhaut bildet, entstehen beim Betrachter vielfältige interpretatorische Bezüge. Aber auch rein formal weiß das Werk zu überzeugen: Individuell vor Ort entstanden, ist es Fremdkörper und wichtiger Teil des Ganzen zugleich. Auf dem Weg durch das Gelände und hinauf zur Aussichtsplattform taucht es immer wieder auf: Immer anders, aber immer schön.

05.06.2019: 1. Wassertrüdinger Genussmarkt am 8. und 9. Juni 2019

Am Samstag, 8. Juni 2019 und Sonntag, 9. Juni 2019 findet der erste Wassertrüdinger Genussmarkt entlang der Marktstraße statt. Von 10 bis 18 Uhr präsentieren und verkaufen rund dreißig Anbieter, Direktvermarkter und Produzenten aus der gesamten Region ihre Waren.

An insgesamt drei Standorten finden sich außerdem Plätze, die von heimischen Brauereien aus der Umgebung bespielt werden. Diese sogenannten Biergärten laden zum Verweilen und Probieren ein. Das Angebot ist vielfältig: Getränke, Eingelegtes und Eingemachtes, Fleisch- und Wurstwaren, Honig, geräucherte Forellen, Kartoffelchips, Spargel, Öle, Kräuter aber auch Käse, Nudeln, Kaffee, Backwaren, Crepes, Waffeln und vieles mehr, können erstanden oder direkt vor Ort verzehrt werden. Am Samstag findet zudem um 15 Uhr ein Auftritt der Wassertrüdinger Tanzgruppe Dance14s statt.

Am Sonntag, den 9. Juni – dem Straßenmusikfestival - platzieren sich rund um den Markt zahlreiche Musikerinnen und Musiker auf den beiden Gartenschau-Geländen (Wörnitzpark und Klingenweiherpark) sowie in der Innenstadt und überraschen die Gäste mit bunten und kontrastreichen Sounds.

Ausreichend Parkplätze für die Besucher des Genussmarktes, der Gartenschau sowie des Straßenmusikfestivals stehen auf dem offiziellen Gartenschauparkplatz in der Oettinger Straße 56 zur Verfügung (Kosten pro Tag 3,- €). Der Parkplatz ist von den Zufahrtsstraßen aus Ansbach, Dinkelsbühl und Oettingen kommend mit dem Logo der Gartenschau ausgeschildert. Die Innenstadt ist für die Veranstaltung komplett gesperrt.

03.06.2019: Kultusstaatssekretärin Anna Stolz eröffnet „Aktionstag Musik in Bayern 2019“

„Musik vereint uns! Das ist das Motto des diesjährigen ,Aktionstages Musik in Bayern‘, und ich bin sicher, jeder, der heute hier ist, kann es bestätigen: Miteinander Singen und Musizieren verbindet die Menschen – egal, welchen Alters und welcher Herkunft –, schafft eine lebendige Gemeinschaft und bereitet große Freude“, so Kultusstaatssekretärin Anna Stolz heute auf der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen. Sie eröffnete dort den „Aktionstag Musik in Bayern 2019“ im Rahmen eines Mitsingkonzertes von über 200 Kindern und Jugendlichen aus Mittel- und Realschulen sowie Kindertageseinrichtungen in der Region Wassertrüdingen.

„Gemeinsames Singen und Musizieren kann nur gut gelingen, wenn alle Beteiligten achtsam und respektvoll miteinander umgehen. Gemeinschaftliche musikalische Projekte wie der Aktionstag Musik leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Wertebildung und Persönlichkeitsentwicklung unserer jungen Menschen“, betonte die Staatssekretärin. Sie fuhr fort: „Ich freue mich sehr, dass sich auch in diesem Jahr wieder sehr viele Schulen und Kindertageseinrichtungen am ,Aktionstag Musik in Bayern‘ beteiligen! Sie unterstreichen damit den hohen Stellenwert der musikalischen Bildung im Freistaat.“

Der „Aktionstag Musik in Bayern“ will die Bedeutung der Musik an Schulen und Kindertageseinrichtungen stärken und Anlässe zur musikalischen Begegnung schaffen. Am „Aktionstag Musik in Bayern 2019“ beteiligen sich rund 140.000 Kinder und Jugendliche aus circa 2.000 Schulen und Kindertageseinrichtungen in allen Regionen des Freistaats. Er findet in der Woche vom 3. bis 7. Juni statt.

Prof. Dr. Michael Piazolo, Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Kerstin Schreyer, Staatsministerin für 2 Familie, Arbeit und Soziales, sowie Dr. Thomas Goppel, Staatsminister a. D. und Präsident des Bayerischen Musikrats, haben die Schirmherrschaft übernommen. Der „Aktionstag Musik in Bayern“ wurde von der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle Musik (BLKM) initiiert und findet in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt.

02.06.2019: Chorfest mit rund 80 Chören lockte 8.000 Besucher nach Wassertrüdingen

Das Wetter war den Gästen und Musikern wohlgesonnen am Sonntag den 2. Juni. Bei strahlendem Sonnenschein und knapp 30 Grad sangen über 80 Chöre, verteilt über das ganze Gelände der Gartenschau und der Altstadt Wassertrüdingens.

Von der Sparkassenbühne, auf der Halbinsel, beim Sonnenuhrenpark, in der Altstadt vor dem Rathaus, im Weinbergweg, auf der Seerose, auf der Klingenweiherbühne, in der Streuobstwiese oder auf der Bergrose – überall auf der Gartenschau wurde gesungen und begeistert gelauscht. Kinderchöre, Gesangsvereine und Sängerkreise aus der ganzen Region präsentierten unterschiedlichste Lieder von klassischen volkstümlichen Titeln bis hin zu modernen Popsongs. Nach dem Gottesdienst auf der Sparkassenbühne um 10 Uhr wurden die neun verschiedenen Auftrittsorte meist im 30-minütigen Wechsel von den unterschiedlichen Gruppen bespielt. Die vielen Besucher – über 8000 strömten heute auf das Gelände, davon alleine 2400 Mitwirkende - konnten so bei ihrem Gang durchs Gelände immer wieder neue und andere Musik genießen. Die Sitzplätze an den Bühnen waren stets gut gefüllt, auf dem Weg zwischen den Parkteilen bildeten sich Menschentrauben, die gespannt den verschiedenen Chören lauschten.

Die erste Gartenschauwoche wurde mit dem Chorfest mehr als erfolgreich abgeschlossen – 32.000 Besucher konnte Wassertrüdingens Gartenschau seit Eröffnung nun bereits verzeichnen. „Das tolle Wetter und die vielen wunderbaren Chöre haben den heutigen Tag zu etwas ganz Besonderem gemacht. Wir sind froh, dass so viele Besucher diesen Tag bei uns genießen konnten.“, schwärmt die Prokuristin der Gartenschau, Ingrid Rott-Schöwel. Auch Norbert Schmidt vom Sängerkreis, der an der Organisation der Veranstaltung beteiligt war, ist begeistert vom Chorfest:“ Es war ein sehr gelungener Tag. Alle Chöre sind mit strahlenden Gesichtern gegangen – passend zum Wetter.“


26.05.2019: Weit über 8.000 Besucher und Sonne satt: Erfolgreiches Eröffnungswochenende der Gartenschau

Musik, strahlender Sonnenschein und gute Laune: Die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen hat am 24. Mai erfolgreich begonnen. 108 Tage lang kann nun auf den beiden Geländeteilen, dem Wörnitzpark und dem Klingenweiherpark, nach Herzenslust flaniert und die Natur in vollen Zügen genossen werden.

Bereits am ersten Eröffnungswochenende waren weit über 8.000 Besucher in der mittelfränkischen Stadt Wassertrüdingen zu Gast. Zahlreiche Busgruppen waren vor Ort und haben sich bei Führungen die Gartenschau in ihrer ganzen Vielfalt zu Gemüte geführt. Der Bayerische Rundfunk sorgte mit einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm für Stimmung und Unterhaltung. Besonders die Auftritte von den Schlagerstars Claudia Jung und Vincent Gross am Samstagnachmittag sorgten für belegte Plätze vor der Sparkassenbühne im Wörnitzpark. Doch auch der Windsbacher Knabenchor sorgte Freitag für einen Strom an Zuschauern, die sich vor der Bühne tummelten.

Geschäftsführer Peter Schubert freut sich über die zahlreichen Gäste in der Stadt an der Wörnitz:“ Ich bin begeistert von der überaus positiven Resonanz, die die Gartenschau der Heimatschätze bei den Wassertrüdinger Bürgern, bei den Gästen aus Nah und Fern aber auch bei den Akteuren selbst hervorgerufen hat. Die Menschen sind stolz auf ihre Heimat.“ Noch 105 Tage Gartenschau liegen vor den Besuchern – viel Zeit für ein außergewöhnliches Programm und viele weitere Highlights, die im Gedächtnis bleiben werden. Auch die Prokuristin der Gartenschau, Ingrid Rott-Schöwel, ist begeistert von den vergangenen Tagen: „Wir sind unendlich dankbar und glücklich über dieses schöne Eröffnungswochenende. Wir freuen uns alle auf die vielen Tage, die noch kommen werden.“


24.05.2019: Söder gab Startschuss für 108 Tage Natur und Erlebnis in Wassertrüdingen

Bei bestem Wetter, angenehmen 20 Grad und mit knapp 2000 Gästen wurde die Gartenschau der Heimatschätze am Freitag feierlich eröffnet. Auch Ministerpräsident Dr. Markus Söder war vor Ort und durchschnitt offiziell das Blumenband am neu gebauten Regionalpavillon.

Bereits um 9 Uhr wurden am Freitag auf der Gartenschau im mittelfränkischen Wassertrüdingen die Pforten geöffnet. Die offizielle Eröffnungsfeier begann um 10 Uhr – nachdem sich zahlreiche Gäste vor der Sparkassenbühne im Wörnitzpark versammelt hatten – mit der Moderation von Thomas Giebelhausen und einer Begrüßung des 1. Bürgermeisters von Wassertrüdingen Stefan Ultsch. Er erläuterte wie viel Herzblut der Mitwirkenden in die Großveranstaltung in der kleinen Stadt geflossen ist. Zahlreiche Freiwillige, Arbeiter, Hilfskräfte oder Landschaftsgärtner haben in den letzten Tagen noch einmal alles gegeben, um den Besuchern das Beste bieten zu können. Auch Ministerpräsident Söder traf unter Applaus des Publikums in Wassertrüdingen ein. In seiner Eröffnungsrede sprach er über die Wichtigkeit von Gartenschauen für kleinere Kommunen – denn sie bringen Lebensqualität in den für Bayern extrem wichtigen ländlichen Raum.

Bei einer Gesprächsrunde mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, dem Bayerischen Umweltminister Thorsten Glauber, dem Landrat des Landkreises Ansbach Dr. Jürgen Ludwig und dem Vorsitzenden der Bayerischen Landesgartenschau GmbH Roland Albert wurde ebenfalls über das Thema der städtebaulichen Entwicklung diskutiert. Wie sich die Gartenschau in dieser Art und Weise auf Wassertrüdingen ausgewirkt hat, konnte bei dem anschließenden Rundgang live begutachtet werden. Zunächst ging es durch die individuell gestalteten Themen- und Partnergärten. Beim Regionalpavillon der drei Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries angekommen wartete noch ein letzter offizieller Akt auf Herrn Dr. Markus Söder: das Durchtrennen des Eröffnungs-Blumenbands der Gartenschau. Zu diesem Anlass gab der Bürgermeisterchor eine Darbietung seiner Gesangskünste. Im Anschluss wurde der neue Deich begutachtet, der im Rahmen der Gartenschau als Hochwasserschutzmaßnahme angelegt wurde. Die dadurch entstandene neue Parkanlage dient zukünftig als Naherholungsort mit Liegeflächen für Bürger und Gäste.

Die Besucher hatten die Möglichkeit bei einem ausgiebigen Rundgang beide Parkteile, welche durch die Altstadt verbunden sind, zu begutachten. Sommerblumenbeete, die neu sanierte Stadtmauer, den Regionalladen oder aber die Mustergräbern auf dem Friedhof sind hier als Standorte zu nennen. Im Klingenweiherpark begrüßen zahlreiche floristische Beiträge, die natürliche Landschaft sowie das goldene Glitzern des Weihersteigs die Gäste. Beim Beitrag der regionalen Landwirte, zwischen Feldern und Wiesen, wurde die Gartenschau, ihre Besucher und die Mitarbeiter ökumenisch von den beiden Pfarrern Wassertrüdingens, Dekan Hermann Rummel und Pfarrer Francesco Benini, gesegnet. Ein buntes Rahmenprogramm mit Stelzenläufer und Auftritten rundete die Eröffnungsveranstaltung ab. Am Abend fand der Tag mit einem Konzert des Windsbacher Knabenchors und der Musikgruppe Anna Lou seinen Ausklang.





20.05.2019: Ein schönes Konzept für ein besonderes Projekt – Outer Circle e.V. gestaltete Hauswand in Wassertrüdingen

Drei Männer und eine Hauswand: Künstler haben eine Seite eines alten Gasthauses zur Gartenschau verschönert. Johannes Wirthmüller, Adrian Till und Moritz Bothe sind vom Verein Outer Circle e.V. und gestalten oft größere Flächen im öffentlichen Raum. In einem kurzen Interview erzählen Sie von der Idee hinter dem Projekt.

Wer seid ihr und was habt ihr hier vollbracht?

Johannes Wirthmüller: Wir sind alle privat auch Künstler – über unseren Verein Outer Circle e.V. ist diese Zusammenarbeit mit der Gartenschau zustande gekommen.

Adrian Till: Wir sind aus Dachau und machen hauptsächlich Projekte im öffentlichen Raum. Wir hatten hier jetzt die Ehre auch bei der Gartenschau mitzuwirken und zwei sehr große Wände zu gestalten.

Was ist das Besondere an diesem Projekt?

Adrian Till: Das Besondere hier ist, dass das Mauerwerk hier offen liegt. Aber mit speziellen Techniken kann man auch diese Flächen gut gestalten. Wir hatten zudem sehr viele Freiheiten im gestalterischen Prozess und konnten deswegen auch ein sehr schönes Konzept verwirklichen. Johannes Wirthmüller: Ja, wie bereits gesagt: Der Untergrund ist sehr speziell und auch das Thema ist sehr reizvoll. Wir haben ja auch alle einen Naturbezug.

Wie seid ihr auf das Konzept gekommen?

Johannes Wirthmüller: Zum einen Teil haben wir uns mit dem Thema Gartenschau auseinandergesetzt, zum anderen Teil haben wir uns mit der konkreten Umgebung und Architektur auseinandergesetzt. Schlussendlich haben wir versucht eine Symbiose aus beidem zu schaffen – und damit eine Gestaltung herzustellen die nicht nur auf das Geschehen Bezug nimmt, sondern auch den Ort. Das kombiniert sich dann noch mit unserem eigenen Verständnis von Kunst.

Was genau soll euer Werk denn dann darstellen?

Johannes Wirthmüller: Wir haben viel mit Buchstaben und Symbolen gearbeitet. Diese sind so gesetzt, dass sie etwas Organisches und Wachsendes repräsentieren. Das tun sie in gewisser Weise auch im Bezug auf dem Menschen, indem sie sich säulenartig aufbäumen und wachsen. Wir haben versucht verschiedene Arten von Charakteren einzubinden: Die grünen größeren Flächen haben dabei eine ganz andere Wirkung als diese klaren linearen Stellen. Sie verkörpern ganz andere Gefühlszustände.

Was macht euch an eurer Arbeit besonders Spaß?

Johannes Wirthmüller: Es ist interessant wie die Leute reagieren. Wir sind ja aus dem Graffiti-Bereich, da ist das ganz normal. Erst sind die Leute sehr skeptisch, doch dann während der Arbeit wird die Resonanz immer positiver. Das ist eine schöne Wandlung.


Johannes Wirthmüller, Moritz Bothe und Adrian Till (v.l.) vor ihrem Kunstwerk in Wassertrüdingen. Zusätzlich wurden im Nachgang auch noch Container und ein Stromkasten von den Künstlern gestaltet. Foto: Natur in Wassertrüdingen/Laureen Eggmann

17.05.2019 - Das florale Band entsteht – Sponsor „Naturmetall“ sorgte für Pflanzgefäße und Installationen in der Altstadt

Endspurt bei den Vorbereitungen zur Gartenschau – auch in der Stadt wird nun mit Pflanzgefäßen für das richtige Flair gesorgt. Floristtechniker Dieter Scheffler begrünt zusammen mit Gärtnern und Künstlern das florale Band vom Wörnitzpark durch die Altstadt bis zum Klingenweiherpark. Ohne einen wichtigen Sponsor wäre dies jedoch nicht möglich gewesen.

„Naturmetall – by Max Blank“ sponserte Pflanztröge, Sichtschutzstelen und Gartenbänke im mittleren fünfstelligen Bereich, um den Weg durch die Stadt blumig, bunt und abwechslungsreich zu gestalten. Drei Naschinseln locken mit essbaren Blüten, Beeren, Zwergobst und Kräutern. Mit ihren Sitzgelegenheiten laden sie zum Verweilen ein und versüßen so den Spaziergang von einem Park zum anderen. Naturmetall stellt unter anderem die Tröge für die Bepflanzung im nahegelegenen Westheim her. Als Unternehmer der Region sieht sich Max Blank verpflichtet, einen Teil zum Erfolg der Gartenschau beizutragen: „Wassertrüdingen ist ein kleines, aber feines Städtchen. Wir freuen uns, mit unseren Trögen und Metallprodukten hier vertreten zu sein und für noch mehr Flair und Blühflächen in der Altstadt zu sorgen.“, so der Firmenchef. Die Kreationen von „Naturmetall – by Max Blank“ sind in der großflächigen Ausstellung in Westheim zu besichtigen. Dieter Scheffler, der die floristische Ausstellung konzipiert hat, ist zufrieden: „Die Vielzahl an unterschiedlichen Gefäßen, Größen und Materialien der naturmetall-Palette ermöglicht es uns, Pflanzkonzepte zu präsentieren, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist.“

 



Geschäftsführer der Gartenschau Peter Schubert, Firmeninhaber von „Naturmetall“ Theresa und Thomas Blank, Gärtner Hans Graf, Seniorchef Max Blank, Floristtechniker Dieter Scheffler und Beatrix Getze vom Marketing der Gartenschau.

14.05.2019 - Zahlreiche Mitwirkende machen letzte Baustellenführung vor der Gartenschau

Bei zwei Baustellenführungen kurz vor der Eröffnung der Gartenschau sind mehr als 90 Mitwirkende noch ein letztes Mal über das Gelände geführt worden um verbliebene Fragen zu klären.

108 Tage lang wird auf der Gartenschau der Heimatschätze einiges los sein. Vor allem an den Wochenenden sind rund 10.000 Freiwillige aus 280 Vereinen eingebunden um die verschiedenen Bühnen zu unterschiedlichen Themen zu bespielen. 191 Auftritte finden während der Gartenschau alleine auf der Sparkassenbühne im Wörnitzpark statt. Damit auch jeder, der auf der Gartenschau für ein ausgefallenes Kulturprogramm sorgt über die wichtigsten Dinge und Orte Bescheid weiß, hat Sandra Kleemann, Leiterin des Veranstaltungs- und Kulturprogramms der Gartenschau, die Beteiligten noch einmal zur Baustellenführung eingeladen.

Neben den unterschiedlichen Bühnen in den Parkteilen wurde auch der Rest des Geländes von den Vertretern der Vereine begangen und begutachtet. Am wichtigsten waren jedoch natürlich die Auftrittsorte mit ihren Eigenheiten. Grundlegende Fragen zur Anlieferung der Instrumente, Überdachung und Bestuhlung konnten an den beiden Terminen noch geklärt werden. Das ist auch wichtig, denn an einigen Tagen wird das Gelände deutlich mehr bespielt als an anderen. Besonders das Chorfest am 2. Juni, bei welchem über 80 Chöre auf dem Gelände musizieren werden, oder beim Bläsertag am 14. Juli – es werden 600 Bläser auf der Gartenschau die Besucher unterhalten – wäre es von Vorteil, wenn viele der Beteiligten bereits wissen, wo sich beispielsweise ihre Bühne befindet. Das Team der Gartenschau wird dennoch jeden Tag vor Ort sein, um im Notfall mit Rat zur Seite zu stehen oder beim Verladen der Instrumente zu helfen. Team und Beteiligte freuen sich schon jetzt auf die vielen abwechslungsreichen Auftritte und hoffen den Besuchern eine tolle Zeit auf der Gartenschau bieten zu können.

08.05.2019: Endspurt der Vorbereitungen – Politiker, Presse und Sponsoren begingen Gelände vorab

Über 40 Vertreter der Politik, der regionalen Medien sowie der Sponsoren besuchten am Freitag, 3. Mai 2019, das Gelände der Gartenschau zu einem exklusiven Rundgang. Drei Wochen vor der Eröffnung machten sie sich selbst ein Bild von der Gestaltung des Wörnitz- und Klingenweiherparks und zeigten sich sehr beeindruckt.

Dem Rundgang voraus ging eine Pressekonferenz. Der Bayerische Staatsminister für Umwelt- und Verbraucherschutz Thorsten Glauber, Landrat Dr. Jürgen Ludwig, der Vorsitzende der bayerischen Landesgartenschau GmbH Roland Albert, der Erste Bürgermeister der Stadt Wassertrüdingen Stefan Ultsch sowie Landschaftsarchitekt Maik Böhmer vom Büro Planorama in Berlin informierten ausführlich über die Gartenschau und ihre Hintergründe.

Hochwasserschutz in „schön“ im Wörnitzpark

Bei dem Rundgang durch den ersten Parkteil im Süden Wassertrüdingens, den Wörnitzpark, konnten die Gäste bereits einen Blick in die Themengärten werfen, in denen die Arbeiten derzeit noch in vollem Gange sind. Besonders beeindruckte der landschaftlich sehr ansprechend umgesetzte Hochwasserschutz, der sich harmonisch in den Park einfügt: In Wassertrüdingen schützt nun ein begrünter Damm mit Liegewiesen und Wasserspielplatz die Stadt vor der Naturgewalt. Der Hochwasserschutz war eine der beiden städtebaulichen Aufgaben, die mit der Parkgestaltung im Rahmen der Gartenschau gelöst werden. Zudem konnte im Zuge der nötigen Wörnitzverlegung auch etwas für die heimischen Fische getan werden. Eine Fischtreppe wurde eingebaut, die es den Tieren nun ermöglicht, stromaufwärts zu gelangen. Auch der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber betonte die Wichtigkeit der Baumaßnahmen, die im Zuge der Gartenschau durchgeführt werden: „Gartenschauen bringen Klima- und Artenschutz in die Stadt. Sie geben wichtige Impulse für eine ökologische und nachhaltige Stadtentwicklung und verbessern die Lebensqualität für die Menschen.“

Im Wörnitzpark steht auch der Regionalpavillon, welcher als neues „Tor zur Stadt“, aber auch als Aussichtsplattform dient, von der aus der Blick weit in die Umgebung schweifen kann. Während der Gartenschau präsentieren sich dort die drei die Gartenschau umgebenden Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig ist stolz auf das, was hier vollbracht wurde: „Diese Gartenschau wird Wassertrüdingen und die Hesselbergregion stärken. 1500 Ehrenamtliche engagieren sich allein bei der Umsetzung des Beitrags der Landkreise. Die Gartenschau der Heimatschätze ist damit eine Gartenschau in, für und durch die Region.“

Ehemalige Deponie wird Aussichtspunkt im Klingenweiherpark

Nach einer Kutschfahrt durch die Innenstadt zum Klingenweiherpark begingen die Gäste den goldglänzenden Weihersteig von der Seerose im Klingenweiherpark bis zur Aussichtsplattform Bergrose auf der ehemaligen Deponie.

Landschaftsarchitekt Maik Böhmer, der mit seinem Planungsbüro Planorama Landschaftsarchitektur das Konzept der Gartenschau entwickelt und die Parks geplant hat, erläuterte die Idee hinter dem Weihersteig und der Aussichtsplattform Bergrose: „Wir wollen nicht kaschieren, was der Mensch hier jahrelang getan hat, aber wir wollen es in eine schönere Form gießen.“ Der Abschluss der Deponie ist das zweite städtebauliche Projekt, das im Zuge der Gartenschau verwirklicht werden konnte: Wo vor einiger Zeit noch Bauschutt gelagert wurde, führt nun der goldfarbene Weihersteig in Serpentinen nach oben. Der Hügel ist mit Kalksteinschroppen aus einem regionalen Steinbruch abgedeckt, auf dem Rosen gepflanzt sind. Damit steht dieser nördliche Teil des Parks mit seinem kargen Erscheinungsbild in bewusstem Gegensatz zum südlichen Teil, in dem die Natur nahezu ungezähmt und wenig beeinflusst erscheint.

Dies ist in den Augen von Roland Albert, Vorsitzender der Bayerischen Landesgartenschau GmbH, auch ein wichtiger Aspekt von Gartenschauen: „Wir erhalten und bringen Natur in die Stadt – in ganz vielfältiger Art und Weise.“ Von der Aussichtsplattform Bergrose bietet sich nun ein einmaliger Blick auf den Hesselberg und die umgebenden Landkreise. „Diese Umgestaltung der Deponie und den wunderbaren Ausblick hätten wir ohne die Gartenschau nicht bekommen“, freut sich Bürgermeister Stefan Ultsch. „Diese Gartenschau hat mich von Anfang der Planungen an in ihren Bann gezogen. Ich freue mich sehr über die positiven Auswirkungen, die sie jetzt schon für unsere Stadt hat und auch in Zukunft haben wird.“

In wenigen Wochen, ab dem 24. Mai, können die Besucherinnen und Besucher die Gartenschau die beiden Parkteile in vollen Zügen genießen und sich selbst ein Bild von den schönen Veränderungen in Wassertrüdingen machen.

06.05.2019: Aufblühen für die Gartenschau - Pflanzaktion „Trüding blüht“ in der Wassertrüdinger Altstadt

Eine Pflanzaktion zweier ortsansässiger Floristinnen in Zusammenarbeit mit der Firma Ökohum und Sackgsund sowie der Unterstützung durch die Altstadtfreunde sorgte für Begeisterung und einen Ansturm auf Pflanzsäcke am Wassertrüdinger Marktplatz.

Am vergangenen Freitag sorgten die Floristinnen Ingrid Bauer und Susanne Wagner für viele fröhliche Gesichter in Wassertrüdingen. Die Inhaberinnen der Gärtnereien „Blattwerk Bauer“ und „Wagners – Blatt und Blüte“ stellten kostenfrei ihre Arbeitszeit auf dem Marktplatz zur Verfügung, um Wassertrüdingen zum Blühen zu bringen. Sie bepflanzten für die Anwohner der Altstadt Blumensäcke und -Kästen. Die Interessenten konnten sich dabei über die Hälfte des eigentlichen Preises sparen, auch dank der Unterstützung der Altstadtfreunde, die die andere Hälfte übernahmen. Auch die Firma Ökohum unterstützte die Aktion und stellte die Pflanzerde kostenlos zur Verfügung, die vor Ort von Hans Martin Schmidt ebenfalls ehrenamtlich ausgegeben wurde. Ein Angebot, das sich viele Wassertrüdinger nicht entgehen lassen wollten. Knapp 130 bepflanzte Blumensäcke und rund 30 Blumenkästen wurden über den Tag im Rahmen des Wochenmarkts auf dem Marktplatz verkauft.

Die Aktion soll vor allem die Altstadt und den Weg zwischen den beiden Parkteilen zum Blühen bringen. Zur Freude aller Beteiligten wurde die Initiative mit großer Euphorie angenommen und die Resonanz war sehr positiv. Es konnten deutlich mehr Pflanzsäcke verkauft werden als erwartet – es war somit ein blumiger und voller Erfolg, die merken lässt, dass die Vorfreude auf die Gartenschau drei Wochen vor Eröffnung groß ist!

29.04.2019: Neugierige dringen in Gelände der Gartenschau ein – Security-Firma soll für Ordnung sorgen

Die Bauarbeiten sind in vollem Gange und immer mehr Anwohner können es kaum erwarten bis die Gartenschau beginnt. Immer häufiger werden Bauzäune niedergerissen oder überwunden um auf das Gelände zu gelangen. Das stellt ein Sicherheitsrisiko vor allem für die Neugierigen dar.

Immer noch laufen die Arbeiten auf den Baustellen der Gartenschau in Wassertrüdingen auf Hochtouren. An vielen Ecken wird gebaut und gefräst, Kanten geglättet und Löcher gefüllt. Die beiden Gelände, eigentlich gut abgesperrt durch Bauzäune, werden leider jetzt schon, besonders an den Wochenenden, als Ausflugsziel genutzt. Teilweise werden sogar die Zäune mit Gewalt niedergerissen, um auf die Baustellen zu gelangen. Bürgermeister Ultsch appelliert daher an alle, die ihre Neugier nicht bis zum 24. Mai zügeln können: „Baustellen sind immer ein Sicherheitsrisiko. Niemand möchte, dass jemand in einem der Parks vor der Gartenschau zu Schaden kommt. Die Anwohner sollten deshalb die Baustelle nicht betreten und können den Fortschritt bis zur Eröffnung nur durch den Zaun beobachten.“ Ein Security-Dienst, der ab Mai seinen Dienst beginnt, soll bald dafür sorgen, dass sich niemand bei einem Spaziergang über das abgesperrte Gartenschaugelände in Gefahr bringt.

Bedauerlicherweise kam es am temporären Übergang über die Wörnitz bereits zu einem Zwischenfall. Trotz der erfolgten Absperrmaßnahmen, der durch Hochwasser beschädigten Passage, Warnschilder und der augenscheinlichen Gefahr, die der überschwemmte Übergang darstellte, überquerte ein Mann diesen. Hierbei wurde er verletzt und hat eine Schadensersatzklage angekündigt.

12.04.19: Veranstaltungsprogramm nun in Verteilung und Online

Das Print-Veranstaltungsprogramm wird ab heute in die vielen Haushalte der Landkreise Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg Gunzenhausen verteilt. Auch online kann man nun auf dieses Programm zugreifen. Hier können Sie durch das Heft blättern, sich über die verschiedenen Ausstellungsbeiträge und Veranstaltungen informieren.

11.04.2019: 700 Ehrenamtliche für die Gartenschau – Der Beitrag der Obst- und Gartenbauvereine der Region

Die Obst- und Gartenbauvereine planten Jahre an ihrem Beitrag zur Gartenschau in Wassertrüdingen. Die groben Bauarbeiten für den Garten in der Streuobstwiese sind nun abgeschlossen. Die Beteiligten haben ihr Konzept nun dem Bürgermeister in einem Gespräch erläutert.

Schon vor zwei Jahren, als die ersten Planungen der Gartenschau in die Tat umgesetzt wurden, haben sich die Obst- und Gartenbauvereine der ganzen Region zusammengetan, um ihren Beitrag zu gestalten. Der passende Ort war schnell gefunden: Die Streuobstwiese im Klingenweiherpark. „So schöne gewachsene Strukturen gab es selten auf den Gartenschauen - das mussten wir nutzen!“ erklärt Hans Rummel, Kreisvorsitzender des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, dem Bürgermeister Stefan Ultsch. Die Streuobstwiese wird während der Gartenschau nicht nur dem Wassertrüdinger Obst- und Gartenbauverein einen Platz bieten, sondern den vielen Vereinen aus den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen. „Auch so kann man die Gartenschau nicht nur zur Wassertrüdinger Gartenschau machen, sondern zur Gartenschau der ganzen Region“, schließt Bürgermeister Stefan Ultsch begeistert daraus.

„Gemeinsam sind wir stärker“, findet auch Gerhard Durst, der 1. Vorsitzende des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege in Mittelfranken. Er hat diese, anfangs doch schwierige, Unternehmung von Beginn an begleitet und unterstützt. Herausforderung war dabei nicht nur die einzelnen Vereine und Landkreise, sondern auch die verschiedenen Meinungen zu einen. Diverse Wochenschwerpunkte wurden in Folge dessen erarbeitet. Beispielsweise Kräuter, Walnüsse, Obstsorten oder Zwiebeln, aber auch die Vielfalt der Rosen oder die Schätze der mittelfränkischen Dörfer werden rund um die Streuobstwiese und den beiden Pavillons zum Thema gemacht. Über 700 Ehrenamtliche wurden aktiviert, damit man den Besuchern nicht nur an den Wochenenden, sondern über die kompletten 108 Tage Gartenschau etwas bieten kann. Eine Zahl die besonders den Bürgermeister begeistert: „Alle tun sich zusammen um bei der Gartenschau nicht nur etwas für die Stadt, sondern 2 auch für die Region zu tun.“ Der Kreisverband Ansbach wird somit fast 70 Tage vor Ort sein, die Kollegen aus Weißenburg-Gunzenhausen übernehmen circa 35 Tage. Nach der Gartenschau wird sich der ortsansässige Verein weiterhin um die Streuobstwiese kümmern und plant bereits schon die Fläche für weitere Events oder Kurse zu nutzen.

Auch das Motto „Gesundes und Schönes“ des Beitrags der Obst- und Gartenbauvereine spiegelt das Engagement der Vereine wider. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium, deren Beitrag unter dem Motto „Grüne Vielfalt säen – eigenes Glück ernten“ steht, der Forstverwaltung mit dem Beitrag „Schätze des Waldes“ und den „Ackerschätzen – aus Liebe zur Heimat“ wurde eine umfangreiche Broschüre erarbeitet. Diese soll unter dem Namen „Kostbares aus Garten, Feld und Wald“ die Verbindung zwischen den verschiedenen Beiträgen im Klingenweiherpark herstellen und umfassend über die Themen und Angebote informieren. Mehrere 10.000 Broschüren werden verteilt – unter anderem auch an jeden Vorsitzenden der einzelnen Obst- und Gartenbauvereine. Bürgermeister Stefan Ultsch ist sich sicher: „Die vielen unterschiedlichen Beiträge und Themen im Klingenweiherpark bieten sicher nicht nur in Vereinen aktiven Gartenfreunden viel Information – sondern auch Inspiration für den heimischen Garten oder Balkon.“

04.04.2019: Gartenschauen-Radweg von Wassertrüdingen übers Remstal bis nach Heilbronn


Auf rund 240 Kilometern Radstrecke können Aktive und Gartenschau-Liebhaber von April bis Oktober 2019 drei innovative Gartenschauen in drei ganz unterschiedlichen Regionen erleben. Durch den Gartenschauen-Radweg werden die Bundesgartenschau Heilbronn mit Garten- und Stadtausstellung, die auf 16 Orte ausgedehnte Remstal Gartenschau und die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen miteinander verbunden.

Beim Pressetermin in Urbach haben die vier Geschäftsführer sowie Bürgermeisterin Martina Fehrlen ein Schild auf der Gemarkung des Remstal-Radweges aufgehängt. „Für uns alle ist das heute ein ganz besonderer Tag“, sagte Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH. „Wir Remstaler leben seit vielen Jahren interkommunale Zusammenarbeit vor. Umso schöner, dass wir jetzt sogar über die Region hinaus miteinander kooperieren“, so Englert weiter. Auf den Schildern, die die Radfahrer zu den drei Gartenschauen führen sollen, sind gut erkennbar die Logos der Gartenschauen abgebildet.

Startpunkt des neu beschilderten Gartenschauen-Radwegs ist das bayerische Wassertrüdin-gen. Von dort geht‘s über den Wörnitz-Radweg weiter ins mittelfränkische Dinkelsbühl. Hier öffnet sich die Romantische Straße, über welche die Radler nach Mönchsroth gelangen. Weiter geht es über den Limes-Radweg nach Aalen. Rund 100 Kilometer führen dann über den Remstal-Radweg nach Remseck am Neckar. Die letzte Etappe bringt Sie über den Neckartal-Radweg direkt zur Bundesgartenschau nach Heilbronn. Bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 17. April wird der Gartenschauen-Radweg durchgehend beschildert sein. Im Remstal wird es aufgrund einiger Baustellen bis zum Start der Remstal Gartenschau noch zu einigen Umleitungen kommen. „Der Gartenschauen-Radweg ist ein weiteres wichtiges Angebot für Aktive und Naturliebhaber. Außerdem bekommen die Menschen auf engstem Raum spannende und faszinierende Einblicke in gleich drei innovative Projekte zum Thema Städte- und Landschaftsplanung zu sehen“, betonte Hanspeter Faas, Geschäftsführer der BUGA Heilbronn.

Die Idee, die drei Gartenschauen miteinander zu verbinden, wuchs bereits im Jahr 2016 heran. Bei einer gemeinsamen Radtour unter dem Motto „Gemeinsam antreten“ machte sich eine Delegation aus Geschäftsführern, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern auf den Weg von Wassertrüdingen übers Remstal bis nach Heilbronn. „Die schöne Strecke mit vielen Sehenswürdigkeiten, Ausblicken und Rastmöglichkeiten hat uns auf Anhieb überzeugt. Radfahrer und Gartenschau-Fans können sich auf einen unvergesslichen Ausflug freuen“, so Robert Sitz-mann, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH.

Die Zusammenarbeit der drei Gartenschauen reicht über das Projekt Gartenschauen-Radweg hinaus. So erhalten Besitzer der RemstalCard (Dauer- und Vorteilskarte der Remstal Gartenschau) kostenlosen Eintritt in die Gartenschau Wassertrüdingen sowie einen 6 Euro Rabatt auf die Tageskarte der BUGA Heilbronn. Die Tageskarten mit diesem Sonderrabatt können ausschließlich in sieben Gartenschau-Kommunen im Remstal erworben werden. Dauerkartenbesitzer der BUGA Heilbronn und Dauerkartenbesitzer der Gartenschau Wassertrüdingen können einmal kostenlos in die Erlebnisgärten in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd gehen. Dauerkartenbesitzer der Gartenschau Wassertrüdingen erhalten auf eine Tageskarte der Bundesgartenschau Heilbronn 3 Euro Rabatt. Die Tickets mit diesem Sonderrabatt können ausschließlich an den Kassen der Gartenschau Wassertrüdingen erworben werden. Umgekehrt erhalten BUGA-Dauerkartenbesitzer die Tageseintrittskarte in Wassertrüdingen 3 Euro günstiger.

28.03.2019: Politischer Besuch in Wassertrüdingen: Über Ökologie und Natur in der Stadt - für die Stadt

Christian Zwanziger, ein Abgeordneter der Grünen des bayerischen Landtags hat gestern die Gartenschau in Wassertrüdingen besucht und sich unter anderem über das Konzept und die ökologischen Aspekte der Gartenschau informieren lassen. Ein Thema das nicht nur die Politik in den heutigen Zeiten bewegt.

Christian Zwanziger ist Sprecher für Landesentwicklung und Tourismus der Grünen Landtagsfraktion und war sehr interessiert an der Gartenschau der Heimatschätze in Mittelfranken. Der aus Erlangen stammende Abgeordnete ist seit 2018 im bayerischen Landtag vertreten und hat sich nun persönlich ein Bild von dem Konzept und den Parkflächen in Wassertrüdingen gemacht. Bei einem Termin mit den Geschäftsführern, sowie dem Bürgermeister wurde zunächst über die Chancen die eine Gartenschau der mittelfränkischen Stadt bietet, gesprochen. Bürgermeister Stefan Ultsch sieht aber nicht nur eine große Möglichkeit für den kleinen Ort, sondern für die gesamte Region. „Mit der Gartenschau soll die Stadt wieder belebt werden, dafür muss man allerdings auch die Metropolregion Nürnberg mit ins Boot holen.“ Das gelang schon jetzt im vornherein durch die Möglichkeit mit der Bahn an Wochenenden und Feiertagen von Nürnberg zur Gartenschau zu gelangen.

Doch die Gartenschau soll nicht nur den Tourismus in Wassertrüdingen wieder ankurbeln. „Zwei Großprojekte wurden mit der Planung verbunden: Der nötige neue Hochwasserschutz im Süden Wassertrüdingens und der Umbau, beziehungsweise Abschluss einer Bauschuttdeponie im Norden.“, so Peter Schubert, einer der Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen GmbH. Beide Projekte dienen vor allem einer ökologisch und umweltgerechten Stadtentwicklung. Im Wörnitzpark wurde der Fluss zurück in sein altes Flussbett verlegt, ein Damm aufgeschüttet und eine Halbinsel geschaffen, welche vor dem Hochwasser schützen werden. „So schützt nun die Natur die Stadt vor dem Wasser – also vor der Natur selbst“, erklärt Peter Schubert. Im Zuge dieser Flussverlegung wurden 25.000 Flussmuscheln geborgen – darunter auch die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel – und in einen unbeeinträchtigten 2 Bereich der Wörnitz umgesiedelt. Des Weiteren wurde im Zuge der Wörnitzverlegung durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach auch eine Fischtreppe realisiert, um den Fischen auch den Weg gegen den Strom wieder zu ermöglichen.

Auch im Klingenweiherpark wurde viel für die Natur getan. Die ehemalige Bauschutt-Deponie wurde fachgerecht und in Übereinstimmung mit der Deponieverordnung abgeschlossen. Durch die Gartenschau konnte das vorhandene Biotop, das etwas südlich der Deponie liegt, vor der Zuschüttung zu schützen und zu Bewahren. „Wir bauen diese Parks nicht nur für die 108 Tage dieses Jahr. Wir sichern mit unserer Gartenschau diese Park- und Grünflächen für 30 Jahre vor Bebauung oder Zerstörung.“, erklärt Robert Sitzmann, ebenfalls Geschäftsführer bei der Natur in Wassertrüdingen, und hauptsächlich für den baulichen Teil der Gartenschau zuständig. Natürlich gibt es auch im Klingenweiherpark Tierarten die es dabei zu schützen galt, Zauneidechsen wurden während des Umbaus der Deponie auf ein anliegendes Ersatzhabitat umgesiedelt und können nun wieder zurück auf die ehemalige Deponie wandern. Auch die Auflagen aufgrund des Laubfroschvorkommens wurden konsequent umgesetzt. Zum Schutz der Insekten hat die Gartenschau den Totholzbestand ganz bewusst in den naturnahen Gehölzflächen belassen.

Christian Zwanziger interessierte sich nicht nur für den Schutz der heimischen Fauna, sondern auch für Maßnahmen im Bereich der Vegetation. Die Geschäftsführer der Gartenschau konnte berichten, dass sowohl im Wörnitzpark, wie auch im Klingenweiherpark naturnahe Wiesenflächen mit gebietseigenem Saatgut angelegt wurden. Auch bei den Gehölzen und Wildrosen wurde darauf geachtet, dass sie als Bienennährgehölze geeignet sind. Für den Politiker ebenfalls interessant, ist die Zeit nach der Gartenschau. Wie werden die Parkflächen gepflegt, wenn diese gemäß den Förderrichtlinien 30 Jahre lang für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen? „Natürlich müssen wir an dieser Stelle noch Personal für die Pflege der Parks aufstocken, aber das ist selbstverständlich und wird natürlich passieren. “, entgegnet Bürgermeister Ultsch. Er sieht in der Gartenschau nicht nur ein großes Event, sondern auch die Möglichkeit naturnahe Flächen in der Stadt zu schaffen und dauerhaft zu erhalten.

26.03.19: Termine stehen fest - Gartenschauführung vor Eröffnung für Dauerkartenbesitzer

Am 24. Mai 2019 öffnet die Bayerische Gartenschau in Wassertrüdingen ihre Pforten. Seit Mitte März werden rund 60 interessierte Gartenschau-Liebhaber als Gartenschau-Gästeführer ausgebildet. An insgesamt vier Abenden erfahren die Teilnehmer alle Informationen rund um Stadt, Gartenschau-Geschichte und die beiden Parkanlagen Wörnitzpark und Klingenweiherpark. An Dienstagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen haben dann die Besucher jeweils zu festen Zeiten die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Eine Führung dauert zwei Stunden und beinhaltet immer einen Parkteil sowie einen kleinen Stadt- bzw. Friedhofsrundgang – abhängig von der Geländeauswahl. Neben den öffentlichen Führungen bietet der Touristikservice auch Führungen für Gruppen an. Bereits über 100 Führungen konnten zum jetzigen Stand bestätigt werden. Für Dauerkartenbesitzer gibt es am Sonntag, den 28. April 2019 die Möglichkeit an einer exklusiven Gartenschauführung vor Eröffnung der Gartenschau teilzunehmen. Die Führungen werden um 10:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr angeboten sowie am 29. April 2019 um 16 Uhr. Mit der Führung einher geht die praktische Prüfung der Gartenschau-Gästeführer. Eine Anmeldung beim Touristikservice (touristikservice@stadt-wassertruedingen.de oder telefonisch unter: 09832/6822-45) ist erforderlich. Bei Anmeldung wird Ihnen dann der Treffpunkt mitgeteilt. Die Dauerkarte und der dazugehörige Coupon aus dem „Schatzkisten-Flyer“ muss bei der Führung vorgezeigt bzw. abgegeben werden.

19.03.2019: Viel los im Wörnitzpark – Themengärtner beginnen zu Bauen

Nachdem der Schnee sich nun vorerst völlig aus Mittelfranken verzogen hat, geht es auf der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen richtig los. Die Themengärtner beginnen im Wörnitzpark nun mit ihrer Gestaltung und ein Modulhaus hat seinen Platz gefunden.

Gerade mal 70 Tage trennen uns noch von der Gartenschau in Wassertrüdingen. Es wird also Zeit, dass sich was tut in den Parkflächen. Im Klingenweiherpark wird daher fleißig am Weihersteig gearbeitet und die Bergrose fertig gestellt. Im Wörnitzpark, wo die erhöhten Beete und Gärten bereits seit einer Weile auf ihre Bepflanzung warten, beginnen nun die Themengärtner mit ihrer Arbeit. Im N-ERGIE Garten wird bereits gehämmert und gesägt, um bis zur Eröffnung einen tollen Garten mit Holz-Pavillon zeigen zu können. Während der 108 Tage Gartenschau kann man sich dann über regional erzeugte Energien, moderne Energielösungen und Energieeffizienz informieren. Die Mitarbeiter der N-ERGIE bieten zudem kostenlose Vorträge an, in welchen jene Themen noch einmal genauer veranschaulicht werden.

Der Garten- und Landschaftsbau Grygar aus Hainsfarth ist ebenfalls schon mit dem Bau seines Gartens beschäftigt. Dieser Themengarten wird ab dem 24. Mai unter dem Motto „Urlaubsfeeling zu Hause“ stehen und zur Entspannung und Erholung einladen. Momentan wird bereits am Wasserbassin gearbeitet, welches zusammen mit Stauden, Farnen und Schirmplatanen ein mediterranes Flair versprühen wird.

Direkt gegenüber vom N-ERGIE-Garten hat am Dienstag ein Modulhaus der Zimmerei Stark aus Auhausen Platz gefunden. Es wurde per Tieflader angeliefert und innerhalb von 2 Stunden mit einem Kran spektakulär an seinen Platz gehoben. Das Mini- und Modulhaus „GrünSchnabel“ misst gerade mal zwölf auf fünf Meter, hat eine Wohnfläche von knapp über 60 Quadratmeter und könnte beliebig erweitert oder versetzt werden. Die Besucher der Gartenschau können sich im Modulhaus rund um das Thema Holz und Nachhaltigkeit beim Bauen informieren. Zudem kann man sich den Trend des minimalistischen Wohnens hautnah im „GrünSchnabel“ zu Gemüte führen.

Bis jedoch die Besucher kommen können, arbeiten alle Handwerker und Gärtner fleißig an ihren Werken. Vieles muss noch bepflanzt werden, das Modulhaus wird noch eine Terrasse bekommen und die Hecken müssen noch sprießen – dann allerdings ist alles bereit für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen.

12.03.2019: BayernBahn Infra GmbH sorgt für Zugverkehr zur Gartenschau

Auch vom Süden her können sich potentielle Gartenschaubesucher nun über eine Verbindung mit der Bahn freuen. Die BayernBahn Infra GmbH, welcher die Strecke Nördlingen – Gunzenhausen gehört, investiert nicht nur fleißig in die Instandsetzung der Gleise und Bahnhöfe, sondern bietet während der Gartenschau auch an Sonntagen mehrere Fahrten nach Wassertrüdingen an.

Die BayernBahn Infra GmbH sorgt mit sonntäglichen Zügen zur Zeit der Gartenschau für eine zusätzliche bequeme Verbindung nach Wassertrüdingen von Süden her. Die Züge fahren vom 26. Mai bis zum 8. September jeden Sonntag von Nördlingen bis Wassertrüdingen und zurück. Der „Seenland- Expreß“ startet jeweils um 9.35, 11.35, 14.35 und 16:35 Uhr in Nördlingen und ist nach 40 Minuten am Bahnhof in Wassertrüdingen. Zurück kommt man in Richtung Süden von Wassertrüdingen aus um 10.30, 12.30, 15.30 und 17.30 Uhr. So können auch Besucher von weit her einen zusätzlichen Umstieg in Nürnberg oder Gunzenhausen, zumindest an Sonntagen, vermeiden. Die Züge halten zudem nicht nur in Wassertrüdingen, sondern auch in Dürrenzimmern, Oettingen und Auhausen.

Doch die BayernBahn Infra GmbH kümmert sich nicht nur um fahrende Züge auf ihrer Strecke, sondern auch um die Erneuerung von Bahnübergängen und die Sanierung der Bahnsteige. Wassertrüdingen erhält im Zuge dieser Arbeiten eine neue Bahnsteigkannte mit 55 Zentimetern Höhe, welche einen barrierefreien Zustieg in die Eisenbahnen ermöglichen soll. Gleichzeitig soll die Bahnsteigbeleuchtung wieder aktiviert und der Bahnsteig zeitgemäß samt Blindenleitstreifen befestigt werden. Ob die Bahnstrecke nach Nördlingen auch nach der Gartenschau für den regelmäßigen Personenverkehr wieder genutzt werden wird, bleibt abzuwarten. Die Besucher der Gartenschau können sich allerdings schon mal im Rahmen der Gartenschau auf Fahrten mit historischen Bahnen - oder sogar einer Dampflok von Nördlingen aus oder nach Nördlingen zurück - freuen.

07.03.2019: Das blühende Band - Floristische und gärtnerische Beiträge

Mit Dieter Scheffler hat die Gartenschau der Heimatschätze einen erfahrenen Mann engagiert, wenn es um die Konzeption floristischer und gärtnerischer Beiträge geht: Der Florist und Floristtechniker ist seit 30 Jahren für Gartenschauen tätig und hat für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen ein dezentrales Konzept mit verschiedenen floristischen und gärtnerischen Beiträgen entwickelt, die sich im Wörnitzpark und auf dem die beiden Parks verbindenden Weg durch die Innenstadt finden, den Dieter Scheffler mit seinen Installationen und Beiträgen abwechslungsreich und spannend gestaltet.

Im Wörnitzpark finden Besucherinnen und Besucher entlang der Wörnitz sechs ungewöhnliche und phantasievolle Balkongärten, die von Gärtnereien und Floristen aus der Umgebung gestaltet werden. Vor dem reizvollen Hintergrund des Flusses und der das Gelände umgebenden Auenlandschaft präsentieren sich wie „echte“ Balkone und haben mit 3,5 auf 2 Metern auch die typischen Maße.

Den Weg vom Wörnitzpark zum Klingenweiherpark durch die Innenstadt führt entlang eines Bands, das mit verschiedenen floristischen und gärtnerischen Beiträgen aufwartet: Drei so genannte Naschinseln locken mit essbaren Blüten, Beeren, Zwergobst und Kräutern. Mit ihren Sitzgelegenheiten laden sie zum Verweilen ein und versüßen so den Weg von einem Park zum anderen. Gleichsam als Leitsystem auf dem Weg von einem Park zum anderen fungieren mehrere XXXL-Töpfe mit floralen und gärtnerischen Gestecken fungieren auf dem Weg durch die Innenstadt gleichsam als Leitsystem von einem Park zum anderen. Die Gefäße mit rund 1,20 Metern Höhe und einem Durchmesser von rund einem Meter oben sind farbenfroh bepflanzt.

Die Ausstellung mit floristischen Installationen – Herzstück einer jeden Gartenschau – findet auf der Gartenschau der Heimatschätze auf zwei Flächen statt:

„Indoor“ präsentieren in einem ehemaligen Schreibwarengeschäft in der Innenstadt auf kleinen, aber feinen 240 qm Gärtnereien und Floristen aus der Umgebung ihre kreativen Beiträge. Das Motto wechselt hier alle 14 Tage:

24.05. – 06.06.2019 Frühlingspotpourri
07.06. – 20.06.2019 Rosenschau
21.06. – 04.07.2019 Nelken, Asparagus & Co.
05.07. – 18.07.2019 Topfgärten
19.07. – 01.08.2019 Farbenrausch mit Sommerblumen
02.08. – 08.08.2019 Sträuße in Hülle und Fülle
09.08. – 15.08.2019 Tischdekorationen
16.08. – 29.08.2019 Exoten, Orchideen, Bromelien, Heliconia usw.
30.08. – 08.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Die „Indoor“-Ausstellung ergänzt genau gegenüber eine 600 qm große Außenfläche auf dem Platz zur Sonne in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Hotels zur Sonne. Diese wird auf genauso kreative Weise floristisch und gärtnerisch bespielt: Drei innen wie außen ungewöhnlich gestaltete Container dienen als temporäre Ausstellungsorte. Ein schönes Sortiment an großen Kübelpflanzen, bunte Sonnenschirme und gemütliche Sitzplätze laden zum Verweilen im Freien ein.

Verschiedene Aktionswochenenden bieten den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, hier die jeweils im Mittelpunkt stehenden Pflanzen zu kaufen:

15./16.06.2019 Rosenmarkt
06./07.07.2019 Baumschultage
27./28.07.2019 Stauden und Kräuter
31.08./01.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Neben den hier beschriebenen von der Gartenschau in Zusammenarbeit mit Dieter Scheffler konzipierten Beiträgen gibt es auf dem Gartenschaugelände selbstverständlich zahlreiche weitere gärtnerische Attraktionen wie Gartendetails, Sommerblumen, Mustergräber oder Stauden und Rosen. Realisiert werden diese Beiträge zur Gartenschau von Unternehmen, Vereinen und Verbänden.

05.03.19: Interview mit dem Floristtechniker Dieter Scheffler

Sie ist eine der Hauptattraktionen einer jeden Gartenschau: die Blumenschau. 2019 in Wassertrüdingen heißt der Kopf hinter dieser vielbeachteten Ausstellung Dieter Scheffler. Der Floristtechniker hat reichlich Erfahrung mit der Gestaltung von Blumenschauen: 1979 hat er erstmals für die Bundesgartenschau in Bonn gearbeitet, viele weitere Aufträge für Gartenschauen folgten. Damit markiert das Projekt in Wassertrüdingen für Dieter Scheffler auch ein ganz persönliches Jubiläum: 2019 ist er 40 Jahre für Gartenschauen tätig. In Wassertrüdingen verwandelt Dieter Scheffler ein ehemaliges Schreibwarengeschäft in der Innenstadt in einen blühenden Raum voller Inspirationen für die Besucher und gestaltet auch verschiedene andere Orte auf dem Gartenschaugelände mit Ausstellungsbeiträgen.

Herr Scheffler, seit 40 Jahren widmen Sie einen Großteil Ihrer Zeit der Konzeption von Blumenschauen. Was reizt sie daran?

Dieter Scheffler: Die Beete auf einer Gartenschau werden gepflanzt, gehegt und gepflegt, die Pflanzen ändern sich dann jedoch nur noch in Größe und Zuwachs. Bei den Blumenschauen kann ich dagegen aus dem Vollen schöpfen: Die Ausstellungsbeiträge führen den Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt der Natur vor Augen, interpretieren und inszenieren sie. Es geht aber bei der Konzeption nicht nur um einen roten Faden für die Beiträge, sondern es ist auch ein übergeordnetes Raumkonzept für die Ausstellung gefragt. Im Idealfall werden die gezeigten Blumen und Pflanzen mit dem umgebenden Raum zu einer Einheit und die Blumenschau damit zu einem Gesamtkunstwerk. All das ist für mich eine tolle planerische und künstlerische Herausforderung, die ich immer wieder gerne angehe.

In Wassertrüdingen finden Sie mit einem ehemaligen Schreibwarengeschäft einen eher kleinen, ungewöhnlichen Raum für eine Blumenschau vor. Hat Sie das vor Herausforderungen gestellt?

Dieter Scheffler: Nein, überhaupt nicht. Ob man wie in Wassertrüdingen 200 Quadratmeter zur Verfügung hat oder, wie es in einer anderen Gartenschau einmal der Fall war, einen Flugzeughangar mit mehreren tausend Quadratmetern, spielt keine Rolle. Ich muss hier wie dort den Raum in seiner Gesamtheit erfassen und mir ein passendes Konzept ausdenken, das die Einzelbeiträge bestmöglich wirken lässt und alles zu einer Einheit zusammenfasst. Das ist jedes Mal eine spannende Aufgabe und erfordert neue Ideen. Und je ungewöhnlicher der Raum ist, desto mehr Kreativität ist gefragt. In Wassertrüdingen haben wir aber nicht nur das Schreibwarengeschäft, sondern realisieren ein dezentrales Konzept: Weitere Orte für die Blumenschau sind der Platz zur Sonne direkt neben dem Hotel zur Sonne, wo wir im Wechsel und in Ergänzung die Ausstellungen präsentieren. Hier zeigen wir auch ein Sortiment an großen Kübelpflanzen und es entsteht eine Fläche für die Aktionstage, unter anderem für die Rosen- und Baumschultage. Entlang der Wege und auf den beiden Parkteilen entstehen florale Installationen. Im Wörnitzpark zeigen wir Balkongärten in ungewohnter, witziger Umsetzung.

Wie aufwändig ist es, eine Blumenschau zu organisieren?

Dieter Scheffler: Auf jeden Fall viel aufwändiger als man von außen sehen kann. Der Blumenschau voraus geht immer eine öffentliche Ausschreibung, gefolgt von einem zweistufigen Auswahlverfahren. Dafür musste ich mich, wie bei allen vorhergehenden Projekten auch, mit einem Konzept bewerben. Nach dem Zuschlag beginnt die Detailplanung und Umsetzung. Schwerpunkt ist dabei die Koordination der Floristen und Gärtner aus der Umgebung, die mit ihren Ausstellungsbeiträgen jeweils einen gewissen Zeitraum bestimmte Flächen bespielen. Diese Beiträge ändern sich: Alle 14 Tage haben wir ein anderes Motto – von Frühlingspotpourri über Sträuße bis zu Tomaten und Chili.

Wie läuft der Wechsel bzw. der Umbau von einem zum anderen Thema ab?

Dieter Scheffler: Das geschieht fließend und während der Öffnungszeiten der Blumenschau. Wir könnten die Blumenschau gar nicht für den Umbau schließen, denn die Gartenschau ist ja an jedem Tag geöffnet und die Leute wollen etwas sehen. Deshalb geschieht der Umbau nach und nach und vor den Augen des Publikums. So gibt es für die Besucherinnen und Besucher immer etwas zu entdecken, auch das gehört zum Konzept: Die Blumenschau ist ein Gesamtkunstwerk und bietet ein Feuerwerk von wechselnden Inspirationen.

Dieter Scheffler wurde 1956 in Engelskirchen im Rheinland geboren. In der elterlichen Gärtnerei absolvierte er eine Gärtnerlehre, schloss eine Ausbildung zum Floristen an und ließ sich an der staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan zum Floristtechniker ausbilden. Von Anfang an verstand er den Beruf des Floristen als eine vor allem künstlerische Tätigkeit und beschäftigte sich daher auch intensiv mit Bildhauerei und Architektur. Nach Stationen in Bozen, Berlin und den Vereinigten Arabischen Emiraten machte er sich 1987 mit dem Planungsbüro „Zeitraum“ in München selbstständig. Hier betreut er zusammen mit seinen Mitarbeitern vor allem Großprojekte wie Gartenschauen, Messen und Großveranstaltungen und entwirft Innenraumgestaltungen.

Blumenschauen:
24.05. – 06.06.2019 Frühlingspotpourri
07.06. – 20.06.2019 Rosenschau
21.06. – 04.07.2019 Nelken, Asparagus & Co.
05.07. – 18.07.2019 Topfgärten
19.07. – 01.08.2019 Farbenrausch mit Sommerblumen
02.08. – 08.08.2019 Sträuße in Hülle und Fülle
09.08. – 15.08.2019 Tischdekorationen
16.08. – 29.08.2019 Exoten, Orchideen, Bromelien, Heliconia usw.
30.08. – 08.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Aktionswochenenden mit Verkaufsschau:
15./16. 06.2019 Rosenmarkt 06./07. 07.2019
Baumschultage 27./28. 07.2019
Stauden und Kräuter 31.08./01.09.2019
Tomaten, Chili und andere Früchtchen

25.02.2019: Paten gesucht - Baumsorten in der Streuobstwiese

Die Streuobstwiese nimmt einen großen Teil des Klingenweiherparks ein. Hier finden Sie heimische Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen oder Mirabellen. Nun sind alle Sorten bekannt, welche die Besucher auf der Gartenschau bestaunen können. Passend dazu findet am 30. Juni der Streuobsttag statt, an dem Donikkl mit seinem bunten Mitmach-Programm für spaßige Stunden mit der ganzen Familie sorgen wird.



Viele der Bäume können noch durch eine Baumpatenschaft unterstützt werden. Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich gerne bei Beatrix Getze unter 09832/7086003 oder getze@wassertruedingen2019.de melden.

20.02.2019: Deutsche Bahn reaktiviert Strecke für die Gartenschau

Die für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecke zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen wird im Rahmen der Gartenschau an Wochenenden und Feiertagen reaktiviert. So können Besucher auch mit der Bahn nach Wassertrüdingen reisen.

Ab dem 24. Mai findet in Wassertrüdingen die Gartenschau der Heimatschätze statt. Nicht jeder der das Event gerne besuchen möchte, hat auch ein Auto. Dank der Deutschen Bahn und der BayernBahn GmbH benötigt man dieses auch nicht mehr unbedingt, um nach Mittelfranken zu gelangen. Die Bahnstrecke, die von Gunzenhausen nach Wassertrüdingen führt, wird im Rahmen der Gartenschau an Wochenenden und Feiertagen wieder öfter befahren.

Eine Anreise mit der Bahn von beispielsweise Nürnberg aus, wird damit ganz bequem. „Günstige Umsteigebeziehungen in Nürnberg Hauptbahnhof sorgen dafür, dass nicht nur für Besucher aus Nürnberg, sondern darüber hinaus aus ganz Nordbayern die Möglichkeit besteht, umweltfreundlich mit der Bahn anzureisen. Zudem besteht durch die Ausstattung unserer Fahrzeuge auch für mobilitätseingeschränkte Reisende die Möglichkeit, barrierefrei die Gartenschau zu besuchen.“, erklärt Udo Leuner, der Teilnetzmanager der S-Bahn Nürnberg und Mittelfrankenbahn. Für Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch, der selbst aus dem Großraum Nürnberg-Fürth kommt, ist die temporäre, zumindest teilweise Reaktivierung der alten „König-Ludwig-Nord-Süd-Bahn“ eine tolle Chance, die Bürger des Großraums Nürnberg-Fürth-Erlangen zum Besuch der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen anzuregen.

Die Züge fahren an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zwischen dem 25.5. und dem 8.9. jeweils um 9:07 und 11:07 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof ab, halten dann beispielsweise um 9:58 und 11:58 Uhr in Gunzenhausen und kommen schließlich um 10:17 und 12:17 Uhr in Wassertrüdingen an. Es bleibt dann genug Zeit um die Schätze der Gartenschau in Wassertrüdingen ganz ohne Hektik zu entdecken. Zurück geht es dann entweder um 15:32 Uhr oder um 17:32 Uhr. Reisende sind dann um 16:44 und 18:44 Uhr wieder in Nürnberg.

Die Fahrt mit der Bahn lohnt sich nicht nur für Gartenschaubegeisterte ohne Auto. Wer mit der Mittelfrankenbahn anreist und an der Kasse sein Zugticket vorzeigt, bekommt zudem einen Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Mit der Bahn kann man schon mit dem Einsteigen in den Zug den Ausflug zur Gartenschau in Ruhe genießen. „Wir als DB Regio Bayern freuen uns, einen Beitrag zum Gelingen der Landesgartenschau 2019 in Wassertrüdingen leisten zu können. Schließlich ist die Freude an der Natur und der Schutz der intakten Natur untrennbar miteinander verbunden. Und durch die Kooperation zwischen der Stadt Wassertrüdingen und DB Regio Bayern ist es nun möglich, umweltfreundlich mit der Bahn die Gartenschau zu besuchen.“, so Udo Leuner.

Hier finden Sie die genauen Fahrzeiten der Bahn.

18.02.2019: Der Beitrag des Teams Ackerschätze – von denen, die in und von der Natur leben

Einen besonderen Beitrag zur Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen, welche am 24. Mai eröffnet wird, liefern die Bäuerinnen und Bauern der Umgebung. Auf über einem Hektar Fläche hat sich der Zusammenschluss, der Team Ackerschätze genannt wird, ein tolles Konzept, über die Landwirtschaft und den Menschen dahinter, überlegt. So selbstverständlich ist der Beitrag der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe zu einer Gartenschau nicht. Die besondere ländliche Lage von Wassertrüdingen und glückliche Umstände sorgten jedoch dafür, dass das Team Ackerschätze seinen Teil zum Event beitragen darf.

Der Klingenweiherpark, welcher im nördlichen Teil von Wassertrüdingen liegt, grenzt direkt an ein von Friedrich Bickel gepachtetes Feld. Durch die direkte Nähe zum Gartenschaugelände kam Herr Bickel, zusammen mit anderen Bäuerinnen und Bauern, sowie des Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Kerwagen auf die Idee einen Beitrag zur Gartenschau zu leisten. Einen, der aufzeigt, wie unser Essen vom Feld bis auf den Tisch kommt, wie viel Arbeit hinter den Lebensmitteln steckt, welche wir möglichst günstig im Laden kaufen und was die Landwirtschaft für die Region und auch die Bauern selbst bedeutet. Ausschlaggebend war hierbei auch das Motto der Gartenschau der Heimatschätze. „Heimat ist sozusagen unsere Arbeit, wir erhalten das Land – unsere Heimat – mit unserem Job. Auch die Landwirtschaft ist somit ein Heimatschatz.“, sagte Ruth Mauer, Landwirtin aus Wassertrüdingen. „Das was auf den Feldern passiert, beeinflusst eigentlich jeden Einzelnen.“ Dies vergessen nur viele – auch wie viel Herzblut hinter jedem Liter Milch oder Päckchen Mehl steckt. Die Offenheit von Prokuristin Ingrid Rott-Schöwel leistete ebenfalls ihren Beitrag zum Anteil der Landwirte. Ohne ihren Rückhalt, hätten die Bauern es deutlich schwerer gehabt ihren Plan in die Tat umzusetzen. „Ich habe von Anfang an gespürt, wie wichtig allen das Thema ist und mit wie viel Engagement die Sache angegangen wird. Da war es eine Selbstverständlichkeit zu helfen dieses wunderbare Projekt umzusetzen“.

Ein ertragreiches Konzept

Etwa 20 Leute haben sich in den darauffolgenden zwei Jahren ein Konzept überlegt, um den Besuchern der Gartenschau die Landwirtschaft authentisch näher zu bringen. „Der Boden ist der größte Schatz des Landwirts“, resümiert Friedrich Bickel. Eine Aussage die das Team zu einem Teil ihres Konzepts brachte. Themenwochen werden während der Gartenschau die Angebote des Ackerschätze-Beitrags bestimmen. Den Beginn macht dabei ebenjener wichtiger Boden. Mit Führungen und Informationen können die Besucher lernen, was für das Gedeihen einer Pflanze wichtig ist, wie der Boden auch zum Hochwasserschutz beiträgt oder unsere Pflanzenvielfalt gewährleistet. Diese Vielfalt wird dann eines der nächsten Themen. 25 verschiedene Ackerschätze, wie Mais, Raps, Hanf oder Sonnenblumen, werden auf den Feldern des Beitrags wachsen und erklärt. Wunderschöne Blühstreifen werden den Besuchern außerdem den Weg zur Gartenschau leiten und den Bienen etwas Gutes tun.

Was aus der Ernte schlussendlich einmal wird und wie es auf unserem Tisch landet, wird ebenfalls behandelt. Die Themen sind zudem natürlich von der Jahreszeit abhängig. Den Abschluss macht beispielsweise im Herbst eine Woche rund um die Kartoffel. Doch nicht nur für Erwachsene gibt es bei den Ackerschätzen viel zu entdecken.

Das Team beteiligt sich zu dem normalen Betrieb an der Aktion „Schule im Grünen“, bei welcher Kindergartengruppen oder Schulklassen viel über die Natur lernen können, wie beispielsweise den „Weg des Pfannkuchens“ vom Weizen auf dem Feld bis zum fertigen Gericht. Verschiedene Events, bei dem sich das Team Ackerschätze besonders einbringt, wie der Tag der Milch oder der Landfrauentag, runden das Angebot ab. Auch Bürgermeister Stefan Ultsch zeigte sich begeistert vom Engagement der Bauern: „Ich bewundere, wie viel traditionelle Landwirtschaft in dieser Region noch praktiziert wird und, dass die Beteiligten so viel für die Gartenschau leisten – neben ihrer wichtigen Arbeit auf ihren eigenen Höfen.“ Besonderes Highlight wird hier das Niederfallfest am 25. August sein. An diesem Tag feierte man früher die beendete Getreideernte und bedankte sich somit für das Essen und damit das Überleben der Familie.

Mehr als nur Feld

Doch nicht nur Feldfrüchte wird es im Klingenweiherpark zu bestaunen geben. In der Scheune der Ackerschätze, welche von umliegenden Firmen gesponsert und von der Berufsschule in Gunzenhausen gebaut wurde, wird es traditionelles Essen geben. Auf dem Ausstellungsgelände werden außerdem noch Hühner und Schafe Platz finden, um die klassische Tierhaltung und die Wichtigkeit des Tierwohls zu vermitteln. Jeden Tag wird jemand aus dem Team Ackerschätze für Fragen und Informationen vor Ort sein, daneben werden jeden Dienstag, Samstag und Sonntag zwei Führungen stattfinden. „Wir werden immer mit der Heimat verbunden sein, schließlich kann man sich seinen Acker nicht auf den Rücken schnallen und wo anders hingehen.“ meint Friedrich Bickel. Auf der Gartenschau der Heimatschätze ist daher der perfekte Ort, um sich über das was hinter unserem Essen steckt zu informieren.

12.02.2019: 100 Tage bis zur Gartenschau – Warten auf den „Baumeister Natur“

Alle Beteiligten arbeiten daher auf Hochtouren, um für die Besucher alles fertig zu stellen. Bald geht auch das Print-Veranstaltungsheft in Druck und wird dann an Ostern in alle umliegenden Haushalte verteilt. Auf den Baustellen wird fleißig gewerkelt, die Aussteller tüfteln noch an der Perfektion ihrer Beiträge und die bereits gepflanzten Blumenzwiebeln geben sicher ebenfalls ihr Bestes, um bis zum 24. Mai aus der Erde zu sprießen. „Die nächsten Wochen und Monate werden eine sehr arbeitsintensive Zeit, vor allem freuen wir uns jetzt auf unseren wichtigsten Baumeister, die Natur. Wenn der Frühling kommt, wird die Natur explodieren, der grüne und der blühende Rahmen der Gartenschau werden dann intensiv gestaltet. Der Zusammenklang der baulichen und geordneten Maßnahmen mit der in voller Pracht stehenden Natur wird zum besten Rahmen für die Gartenschau der Heimatschätze.“, so Peter Schubert, Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen GmbH.

11.02.2019: Interview mit Pflanz-Planerin Christine Orel

Wenn die Besucher der Gartenschau Wassertrüdingen im nächsten Sommer vor blühenden Beeten stehen, sehen sie eine harmonische Komposition von Farben und Formen. Möglich macht diesen Genuss das Konzept von Landschaftsarchitektin Christine Orel, die mit ihrem Entwurf den Wettbewerb für die Gestaltung der Pflanzungen für sich entschieden hat. Anfang Dezember 2018 hat sie die Blumenzwiebeln ausgelegt, die im nächsten Jahr in voller Pracht stehen werden. Im Interview spricht sie über ihre Arbeitsweise, Pflanzungen mit Aussage und ihre Demut gegenüber der Natur.


Frau Orel, wie gehen Sie bei der Entwicklung eines Pflanzkonzepts vor?

Christine Orel: Zuerst setze ich mich intensiv mit dem Gelände und seiner Umgebung auseinander. In einem ersten Schritt leistet hier Google Maps gute Dienste, und ich schaue mir den Ort, wenn möglich, natürlich selbst an. Aber auch die Geschichte des Ortes oder der Gegend spielt eine Rolle. Was war hier früher los? Gibt es Sagen und Mythen? Welche Pflanzen sind hier heimisch? Welche Blickbeziehungen liegen vor? Gibt es markante Gebäude mit prägender Farbgebung? All das gilt es zu berücksichtigen. Habe ich diese Gesamtheit verinnerlicht, den „Geist des Ortes“ erfasst, kristallisiert sich langsam vor meinem inneren Auge ein Konzept heraus, für das ich dann die in Form, Farbe und Größe passenden Pflanzen auswähle. Das ist ein Prozess wie Malen oder Komponieren. Dafür ist zum einen die genaue Kenntnis der verschiedenen Pflanzen, zum anderen Erfahrung und Fingerspitzengefühl nötig.

 

Was macht in Wassertrüdingen diesen „Geist des Ortes“ aus?

Christine Orel: Im Wörnitzpark bestimmen das Schloss und das Wasser das Pflanzkonzept: Deshalb wogt hier eine große Blumenwelle, die sich über die verschiedenen Flächen vom Eingang zur Wörnitz hin verdichtet und vielfältiger wird. Die Pflanzungen im Klingenweiherpark thematisieren den Übergang in die Natur: Hier herrscht eine helle, heitere Stimmung mit einer fröhlichen Blumenwiese. Innerhalb der einzelnen Pflanzungen gibt es noch bestimmte Themen, wie zum Beispiel allerlei „Essbares“ im Genussbeet im Klingenweiherpark.

 

Was ist in Ihren Augen das Besondere an der Gartenschau in Wassertrüdingen?

Christine Orel: Ich mag an dieser Stadt das Charmante, Lauschige, Wohltuende und Gemütliche. Das überträgt sich auf die Gartenschau und alles und alle, die damit zu tun haben. Das macht es auch sehr angenehm, hier zu arbeiten.

 

Sie sind bekannt dafür, anspruchsvolle Konzepte mit tieferer Bedeutung und Aussage zu realisieren. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen künstlerischen Anspruch und einer Pflanzung, die auch ohne eine Deutung überzeugt?

Christine Orel: Eine Pflanzgestaltung darf gerne mehrere Aussageebenen haben. Sie kann zum Beispiel eine Stimmung wiedergeben oder abstrakte Werte wie Harmonie oder Disharmonie verkörpern. Ich habe einmal die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser als Pflanzungen gestaltet, oder in Rostock den „Garten der Charaktere“ angelegt. Er zeigt Gemütslagen wie Heiterkeit, Trauer oder Aggression. Eine philosophische oder künstlerische Aussage kann man also durchaus mit einer Pflanzung treffen, allerdings darf sie den Betrachter auch nicht überfordern – zumal die erklärenden Tafeln oft nicht genügend Platz bieten, um solche Gedanken wirklich zu erklären. Kann oder will ein Betrachter diese Aussage nicht sehen oder teilt er sie nicht, soll sich für ihn dennoch ein Bild bieten, das ihm in Erinnerung bleibt. Mit diesem Anspruch gehe ich an meine Konzeptionen heran.

 

Wie erreichen Sie, dass eine Pflanzungen in Erinnerung bleibt?

Christine Orel: Zum einen muss sie in ihrer Komposition wirklich einzigartig und überraschend sein. Gerne kombiniere ich zum Beispiel Bekanntes mit eher Unbekanntem, Außergewöhnlichem. So entdeckt jeder in einer Pflanzung etwas, das ihm irgendwie vertraut ist – nach dem Motto: „Diese Pflanze kenne ich, die hat meine Freundin auch in ihrem Garten!“ – und entdeckt auch Dinge, die neu und ungewöhnlich sind. Zweitens soll eine Pflanzung auch inspirieren, die Phantasie anregen und Ideen geben, wie man selbst Formen und Farben kombinieren und den eigenen Garten gestalten kann. Ist das erfüllt, bleibt sie auch gerne in Erinnerung.

 

Sie planen nicht nur, sondern gehen auch bei Hitze, Kälte, Regen oder Schnee in Gärten und auf Baustellen, legen selbst Blumenzwiebeln aus, pflanzen Stauden und Bäume. Mögen Sie diese Arbeit abseits des Schreibtischs?

Christine Orel: Oh ja, sehr! Diese Tage auf dem Gelände, das ich gestalte, faszinieren mich ganz besonders. Ich mag die Nähe zur Natur, das ist schließlich mein Beruf. Denn der Natur sind wir Landschaftsarchitekten und Gärtner in allem, was wir tun, vollkommen ausgeliefert – und das meist zu unserem Nachteil. Einmal haben uns zum Beispiel die Krähen sämtliche Blumenzwiebeln aus der Pflanzung gehackt. Oder: Wollen wir, dass die Blumenzwiebeln zu einem bestimmten Termin aufgehen, können sie aber aufgrund der Witterung nicht rechtzeitig pflanzen, müssen wir sie im Warmen vorkultivieren. Die Natur hält also allerlei Überraschungen für uns bereit. Da müssen wir immer neu reagieren und nicht selten auch improvisieren. Aber das finde ich überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Es zeigt die Ordnung der Dinge und wie abhängig der Mensch doch von der Natur ist. Ich sage immer: Bei der Arbeit mit der Natur braucht man Demut.

 

Christine Orel ist Landschaftsarchitektin und seit 1990 selbstständig, aktuell mit dem Planungsbüro Orel + Heidrich Landschaftsarchitekten in Herzogenaurach (www.orel-plus-heidrich.de). Sie plant Gärten, die Umgebung von Produktionsstätten und Büros und vieles mehr. Ihr Spezialgebiet sind anspruchsvolle Pflanzungen, ihre Leidenschaft gilt den Stauden. Sie arbeitet für private und kommunale Auftraggeber und hat bereits viele Pflanzungen für Bundes- und Landesgartenschauen entworfen. Die Größe ihrer Projekte reicht von einzelnen Balkonkästen („Das war mein kleinstes Projekt, für eine alte Dame in München.“) bis hin zu Anwesen mit mehreren Hektar Größe.

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