Pressemitteilungen

11.04.2019: 700 Ehrenamtliche für die Gartenschau – Der Beitrag der Obst- und Gartenbauvereine der Region

Die Obst- und Gartenbauvereine planten Jahre an ihrem Beitrag zur Gartenschau in Wassertrüdingen. Die groben Bauarbeiten für den Garten in der Streuobstwiese sind nun abgeschlossen. Die Beteiligten haben ihr Konzept nun dem Bürgermeister in einem Gespräch erläutert.

Schon vor zwei Jahren, als die ersten Planungen der Gartenschau in die Tat umgesetzt wurden, haben sich die Obst- und Gartenbauvereine der ganzen Region zusammengetan, um ihren Beitrag zu gestalten. Der passende Ort war schnell gefunden: Die Streuobstwiese im Klingenweiherpark. „So schöne gewachsene Strukturen gab es selten auf den Gartenschauen - das mussten wir nutzen!“ erklärt Hans Rummel, Kreisvorsitzender des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, dem Bürgermeister Stefan Ultsch. Die Streuobstwiese wird während der Gartenschau nicht nur dem Wassertrüdinger Obst- und Gartenbauverein einen Platz bieten, sondern den vielen Vereinen aus den Landkreisen Ansbach und Weißenburg-Gunzenhausen. „Auch so kann man die Gartenschau nicht nur zur Wassertrüdinger Gartenschau machen, sondern zur Gartenschau der ganzen Region“, schließt Bürgermeister Stefan Ultsch begeistert daraus.

„Gemeinsam sind wir stärker“, findet auch Gerhard Durst, der 1. Vorsitzende des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege in Mittelfranken. Er hat diese, anfangs doch schwierige, Unternehmung von Beginn an begleitet und unterstützt. Herausforderung war dabei nicht nur die einzelnen Vereine und Landkreise, sondern auch die verschiedenen Meinungen zu einen. Diverse Wochenschwerpunkte wurden in Folge dessen erarbeitet. Beispielsweise Kräuter, Walnüsse, Obstsorten oder Zwiebeln, aber auch die Vielfalt der Rosen oder die Schätze der mittelfränkischen Dörfer werden rund um die Streuobstwiese und den beiden Pavillons zum Thema gemacht. Über 700 Ehrenamtliche wurden aktiviert, damit man den Besuchern nicht nur an den Wochenenden, sondern über die kompletten 108 Tage Gartenschau etwas bieten kann. Eine Zahl die besonders den Bürgermeister begeistert: „Alle tun sich zusammen um bei der Gartenschau nicht nur etwas für die Stadt, sondern 2 auch für die Region zu tun.“ Der Kreisverband Ansbach wird somit fast 70 Tage vor Ort sein, die Kollegen aus Weißenburg-Gunzenhausen übernehmen circa 35 Tage. Nach der Gartenschau wird sich der ortsansässige Verein weiterhin um die Streuobstwiese kümmern und plant bereits schon die Fläche für weitere Events oder Kurse zu nutzen.

Auch das Motto „Gesundes und Schönes“ des Beitrags der Obst- und Gartenbauvereine spiegelt das Engagement der Vereine wider. Gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium, deren Beitrag unter dem Motto „Grüne Vielfalt säen – eigenes Glück ernten“ steht, der Forstverwaltung mit dem Beitrag „Schätze des Waldes“ und den „Ackerschätzen – aus Liebe zur Heimat“ wurde eine umfangreiche Broschüre erarbeitet. Diese soll unter dem Namen „Kostbares aus Garten, Feld und Wald“ die Verbindung zwischen den verschiedenen Beiträgen im Klingenweiherpark herstellen und umfassend über die Themen und Angebote informieren. Mehrere 10.000 Broschüren werden verteilt – unter anderem auch an jeden Vorsitzenden der einzelnen Obst- und Gartenbauvereine. Bürgermeister Stefan Ultsch ist sich sicher: „Die vielen unterschiedlichen Beiträge und Themen im Klingenweiherpark bieten sicher nicht nur in Vereinen aktiven Gartenfreunden viel Information – sondern auch Inspiration für den heimischen Garten oder Balkon.“

04.04.2019: Gartenschauen-Radweg von Wassertrüdingen übers Remstal bis nach Heilbronn


Auf rund 240 Kilometern Radstrecke können Aktive und Gartenschau-Liebhaber von April bis Oktober 2019 drei innovative Gartenschauen in drei ganz unterschiedlichen Regionen erleben. Durch den Gartenschauen-Radweg werden die Bundesgartenschau Heilbronn mit Garten- und Stadtausstellung, die auf 16 Orte ausgedehnte Remstal Gartenschau und die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen miteinander verbunden.

Beim Pressetermin in Urbach haben die vier Geschäftsführer sowie Bürgermeisterin Martina Fehrlen ein Schild auf der Gemarkung des Remstal-Radweges aufgehängt. „Für uns alle ist das heute ein ganz besonderer Tag“, sagte Thorsten Englert, Geschäftsführer der Remstal Gartenschau 2019 GmbH. „Wir Remstaler leben seit vielen Jahren interkommunale Zusammenarbeit vor. Umso schöner, dass wir jetzt sogar über die Region hinaus miteinander kooperieren“, so Englert weiter. Auf den Schildern, die die Radfahrer zu den drei Gartenschauen führen sollen, sind gut erkennbar die Logos der Gartenschauen abgebildet.

Startpunkt des neu beschilderten Gartenschauen-Radwegs ist das bayerische Wassertrüdin-gen. Von dort geht‘s über den Wörnitz-Radweg weiter ins mittelfränkische Dinkelsbühl. Hier öffnet sich die Romantische Straße, über welche die Radler nach Mönchsroth gelangen. Weiter geht es über den Limes-Radweg nach Aalen. Rund 100 Kilometer führen dann über den Remstal-Radweg nach Remseck am Neckar. Die letzte Etappe bringt Sie über den Neckartal-Radweg direkt zur Bundesgartenschau nach Heilbronn. Bis zur Eröffnung der Bundesgartenschau am 17. April wird der Gartenschauen-Radweg durchgehend beschildert sein. Im Remstal wird es aufgrund einiger Baustellen bis zum Start der Remstal Gartenschau noch zu einigen Umleitungen kommen. „Der Gartenschauen-Radweg ist ein weiteres wichtiges Angebot für Aktive und Naturliebhaber. Außerdem bekommen die Menschen auf engstem Raum spannende und faszinierende Einblicke in gleich drei innovative Projekte zum Thema Städte- und Landschaftsplanung zu sehen“, betonte Hanspeter Faas, Geschäftsführer der BUGA Heilbronn.

Die Idee, die drei Gartenschauen miteinander zu verbinden, wuchs bereits im Jahr 2016 heran. Bei einer gemeinsamen Radtour unter dem Motto „Gemeinsam antreten“ machte sich eine Delegation aus Geschäftsführern, Oberbürgermeistern und Bürgermeistern auf den Weg von Wassertrüdingen übers Remstal bis nach Heilbronn. „Die schöne Strecke mit vielen Sehenswürdigkeiten, Ausblicken und Rastmöglichkeiten hat uns auf Anhieb überzeugt. Radfahrer und Gartenschau-Fans können sich auf einen unvergesslichen Ausflug freuen“, so Robert Sitz-mann, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH.

Die Zusammenarbeit der drei Gartenschauen reicht über das Projekt Gartenschauen-Radweg hinaus. So erhalten Besitzer der RemstalCard (Dauer- und Vorteilskarte der Remstal Gartenschau) kostenlosen Eintritt in die Gartenschau Wassertrüdingen sowie einen 6 Euro Rabatt auf die Tageskarte der BUGA Heilbronn. Die Tageskarten mit diesem Sonderrabatt können ausschließlich in sieben Gartenschau-Kommunen im Remstal erworben werden. Dauerkartenbesitzer der BUGA Heilbronn und Dauerkartenbesitzer der Gartenschau Wassertrüdingen können einmal kostenlos in die Erlebnisgärten in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd gehen. Dauerkartenbesitzer der Gartenschau Wassertrüdingen erhalten auf eine Tageskarte der Bundesgartenschau Heilbronn 3 Euro Rabatt. Die Tickets mit diesem Sonderrabatt können ausschließlich an den Kassen der Gartenschau Wassertrüdingen erworben werden. Umgekehrt erhalten BUGA-Dauerkartenbesitzer die Tageseintrittskarte in Wassertrüdingen 3 Euro günstiger.

28.03.2019: Politischer Besuch in Wassertrüdingen: Über Ökologie und Natur in der Stadt - für die Stadt

Christian Zwanziger, ein Abgeordneter der Grünen des bayerischen Landtags hat gestern die Gartenschau in Wassertrüdingen besucht und sich unter anderem über das Konzept und die ökologischen Aspekte der Gartenschau informieren lassen. Ein Thema das nicht nur die Politik in den heutigen Zeiten bewegt.

Christian Zwanziger ist Sprecher für Landesentwicklung und Tourismus der Grünen Landtagsfraktion und war sehr interessiert an der Gartenschau der Heimatschätze in Mittelfranken. Der aus Erlangen stammende Abgeordnete ist seit 2018 im bayerischen Landtag vertreten und hat sich nun persönlich ein Bild von dem Konzept und den Parkflächen in Wassertrüdingen gemacht. Bei einem Termin mit den Geschäftsführern, sowie dem Bürgermeister wurde zunächst über die Chancen die eine Gartenschau der mittelfränkischen Stadt bietet, gesprochen. Bürgermeister Stefan Ultsch sieht aber nicht nur eine große Möglichkeit für den kleinen Ort, sondern für die gesamte Region. „Mit der Gartenschau soll die Stadt wieder belebt werden, dafür muss man allerdings auch die Metropolregion Nürnberg mit ins Boot holen.“ Das gelang schon jetzt im vornherein durch die Möglichkeit mit der Bahn an Wochenenden und Feiertagen von Nürnberg zur Gartenschau zu gelangen.

Doch die Gartenschau soll nicht nur den Tourismus in Wassertrüdingen wieder ankurbeln. „Zwei Großprojekte wurden mit der Planung verbunden: Der nötige neue Hochwasserschutz im Süden Wassertrüdingens und der Umbau, beziehungsweise Abschluss einer Bauschuttdeponie im Norden.“, so Peter Schubert, einer der Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen GmbH. Beide Projekte dienen vor allem einer ökologisch und umweltgerechten Stadtentwicklung. Im Wörnitzpark wurde der Fluss zurück in sein altes Flussbett verlegt, ein Damm aufgeschüttet und eine Halbinsel geschaffen, welche vor dem Hochwasser schützen werden. „So schützt nun die Natur die Stadt vor dem Wasser – also vor der Natur selbst“, erklärt Peter Schubert. Im Zuge dieser Flussverlegung wurden 25.000 Flussmuscheln geborgen – darunter auch die vom Aussterben bedrohte Bachmuschel – und in einen unbeeinträchtigten 2 Bereich der Wörnitz umgesiedelt. Des Weiteren wurde im Zuge der Wörnitzverlegung durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach auch eine Fischtreppe realisiert, um den Fischen auch den Weg gegen den Strom wieder zu ermöglichen.

Auch im Klingenweiherpark wurde viel für die Natur getan. Die ehemalige Bauschutt-Deponie wurde fachgerecht und in Übereinstimmung mit der Deponieverordnung abgeschlossen. Durch die Gartenschau konnte das vorhandene Biotop, das etwas südlich der Deponie liegt, vor der Zuschüttung zu schützen und zu Bewahren. „Wir bauen diese Parks nicht nur für die 108 Tage dieses Jahr. Wir sichern mit unserer Gartenschau diese Park- und Grünflächen für 30 Jahre vor Bebauung oder Zerstörung.“, erklärt Robert Sitzmann, ebenfalls Geschäftsführer bei der Natur in Wassertrüdingen, und hauptsächlich für den baulichen Teil der Gartenschau zuständig. Natürlich gibt es auch im Klingenweiherpark Tierarten die es dabei zu schützen galt, Zauneidechsen wurden während des Umbaus der Deponie auf ein anliegendes Ersatzhabitat umgesiedelt und können nun wieder zurück auf die ehemalige Deponie wandern. Auch die Auflagen aufgrund des Laubfroschvorkommens wurden konsequent umgesetzt. Zum Schutz der Insekten hat die Gartenschau den Totholzbestand ganz bewusst in den naturnahen Gehölzflächen belassen.

Christian Zwanziger interessierte sich nicht nur für den Schutz der heimischen Fauna, sondern auch für Maßnahmen im Bereich der Vegetation. Die Geschäftsführer der Gartenschau konnte berichten, dass sowohl im Wörnitzpark, wie auch im Klingenweiherpark naturnahe Wiesenflächen mit gebietseigenem Saatgut angelegt wurden. Auch bei den Gehölzen und Wildrosen wurde darauf geachtet, dass sie als Bienennährgehölze geeignet sind. Für den Politiker ebenfalls interessant, ist die Zeit nach der Gartenschau. Wie werden die Parkflächen gepflegt, wenn diese gemäß den Förderrichtlinien 30 Jahre lang für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollen? „Natürlich müssen wir an dieser Stelle noch Personal für die Pflege der Parks aufstocken, aber das ist selbstverständlich und wird natürlich passieren. “, entgegnet Bürgermeister Ultsch. Er sieht in der Gartenschau nicht nur ein großes Event, sondern auch die Möglichkeit naturnahe Flächen in der Stadt zu schaffen und dauerhaft zu erhalten.

26.03.19: Termine stehen fest - Gartenschauführung vor Eröffnung für Dauerkartenbesitzer

Am 24. Mai 2019 öffnet die Bayerische Gartenschau in Wassertrüdingen ihre Pforten. Seit Mitte März werden rund 60 interessierte Gartenschau-Liebhaber als Gartenschau-Gästeführer ausgebildet. An insgesamt vier Abenden erfahren die Teilnehmer alle Informationen rund um Stadt, Gartenschau-Geschichte und die beiden Parkanlagen Wörnitzpark und Klingenweiherpark. An Dienstagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen haben dann die Besucher jeweils zu festen Zeiten die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Eine Führung dauert zwei Stunden und beinhaltet immer einen Parkteil sowie einen kleinen Stadt- bzw. Friedhofsrundgang – abhängig von der Geländeauswahl. Neben den öffentlichen Führungen bietet der Touristikservice auch Führungen für Gruppen an. Bereits über 100 Führungen konnten zum jetzigen Stand bestätigt werden. Für Dauerkartenbesitzer gibt es am Sonntag, den 28. April 2019 die Möglichkeit an einer exklusiven Gartenschauführung vor Eröffnung der Gartenschau teilzunehmen. Die Führungen werden um 10:00 Uhr, 14:00 Uhr und 16:00 Uhr angeboten sowie am 29. April 2019 um 16 Uhr. Mit der Führung einher geht die praktische Prüfung der Gartenschau-Gästeführer. Eine Anmeldung beim Touristikservice (touristikservice@stadt-wassertruedingen.de oder telefonisch unter: 09832/6822-45) ist erforderlich. Bei Anmeldung wird Ihnen dann der Treffpunkt mitgeteilt. Die Dauerkarte und der dazugehörige Coupon aus dem „Schatzkisten-Flyer“ muss bei der Führung vorgezeigt bzw. abgegeben werden.

19.03.2019: Viel los im Wörnitzpark – Themengärtner beginnen zu Bauen

Nachdem der Schnee sich nun vorerst völlig aus Mittelfranken verzogen hat, geht es auf der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen richtig los. Die Themengärtner beginnen im Wörnitzpark nun mit ihrer Gestaltung und ein Modulhaus hat seinen Platz gefunden.

Gerade mal 70 Tage trennen uns noch von der Gartenschau in Wassertrüdingen. Es wird also Zeit, dass sich was tut in den Parkflächen. Im Klingenweiherpark wird daher fleißig am Weihersteig gearbeitet und die Bergrose fertig gestellt. Im Wörnitzpark, wo die erhöhten Beete und Gärten bereits seit einer Weile auf ihre Bepflanzung warten, beginnen nun die Themengärtner mit ihrer Arbeit. Im N-ERGIE Garten wird bereits gehämmert und gesägt, um bis zur Eröffnung einen tollen Garten mit Holz-Pavillon zeigen zu können. Während der 108 Tage Gartenschau kann man sich dann über regional erzeugte Energien, moderne Energielösungen und Energieeffizienz informieren. Die Mitarbeiter der N-ERGIE bieten zudem kostenlose Vorträge an, in welchen jene Themen noch einmal genauer veranschaulicht werden.

Der Garten- und Landschaftsbau Grygar aus Hainsfarth ist ebenfalls schon mit dem Bau seines Gartens beschäftigt. Dieser Themengarten wird ab dem 24. Mai unter dem Motto „Urlaubsfeeling zu Hause“ stehen und zur Entspannung und Erholung einladen. Momentan wird bereits am Wasserbassin gearbeitet, welches zusammen mit Stauden, Farnen und Schirmplatanen ein mediterranes Flair versprühen wird.

Direkt gegenüber vom N-ERGIE-Garten hat am Dienstag ein Modulhaus der Zimmerei Stark aus Auhausen Platz gefunden. Es wurde per Tieflader angeliefert und innerhalb von 2 Stunden mit einem Kran spektakulär an seinen Platz gehoben. Das Mini- und Modulhaus „GrünSchnabel“ misst gerade mal zwölf auf fünf Meter, hat eine Wohnfläche von knapp über 60 Quadratmeter und könnte beliebig erweitert oder versetzt werden. Die Besucher der Gartenschau können sich im Modulhaus rund um das Thema Holz und Nachhaltigkeit beim Bauen informieren. Zudem kann man sich den Trend des minimalistischen Wohnens hautnah im „GrünSchnabel“ zu Gemüte führen.

Bis jedoch die Besucher kommen können, arbeiten alle Handwerker und Gärtner fleißig an ihren Werken. Vieles muss noch bepflanzt werden, das Modulhaus wird noch eine Terrasse bekommen und die Hecken müssen noch sprießen – dann allerdings ist alles bereit für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen.

12.03.2019: BayernBahn Infra GmbH sorgt für Zugverkehr zur Gartenschau

Auch vom Süden her können sich potentielle Gartenschaubesucher nun über eine Verbindung mit der Bahn freuen. Die BayernBahn Infra GmbH, welcher die Strecke Nördlingen – Gunzenhausen gehört, investiert nicht nur fleißig in die Instandsetzung der Gleise und Bahnhöfe, sondern bietet während der Gartenschau auch an Sonntagen mehrere Fahrten nach Wassertrüdingen an.

Die BayernBahn Infra GmbH sorgt mit sonntäglichen Zügen zur Zeit der Gartenschau für eine zusätzliche bequeme Verbindung nach Wassertrüdingen von Süden her. Die Züge fahren vom 26. Mai bis zum 8. September jeden Sonntag von Nördlingen bis Wassertrüdingen und zurück. Der „Seenland- Expreß“ startet jeweils um 9.35, 11.35, 14.35 und 16:35 Uhr in Nördlingen und ist nach 40 Minuten am Bahnhof in Wassertrüdingen. Zurück kommt man in Richtung Süden von Wassertrüdingen aus um 10.30, 12.30, 15.30 und 17.30 Uhr. So können auch Besucher von weit her einen zusätzlichen Umstieg in Nürnberg oder Gunzenhausen, zumindest an Sonntagen, vermeiden. Die Züge halten zudem nicht nur in Wassertrüdingen, sondern auch in Dürrenzimmern, Oettingen und Auhausen.

Doch die BayernBahn Infra GmbH kümmert sich nicht nur um fahrende Züge auf ihrer Strecke, sondern auch um die Erneuerung von Bahnübergängen und die Sanierung der Bahnsteige. Wassertrüdingen erhält im Zuge dieser Arbeiten eine neue Bahnsteigkannte mit 55 Zentimetern Höhe, welche einen barrierefreien Zustieg in die Eisenbahnen ermöglichen soll. Gleichzeitig soll die Bahnsteigbeleuchtung wieder aktiviert und der Bahnsteig zeitgemäß samt Blindenleitstreifen befestigt werden. Ob die Bahnstrecke nach Nördlingen auch nach der Gartenschau für den regelmäßigen Personenverkehr wieder genutzt werden wird, bleibt abzuwarten. Die Besucher der Gartenschau können sich allerdings schon mal im Rahmen der Gartenschau auf Fahrten mit historischen Bahnen - oder sogar einer Dampflok von Nördlingen aus oder nach Nördlingen zurück - freuen.

07.03.2019: Das blühende Band - Floristische und gärtnerische Beiträge

Mit Dieter Scheffler hat die Gartenschau der Heimatschätze einen erfahrenen Mann engagiert, wenn es um die Konzeption floristischer und gärtnerischer Beiträge geht: Der Florist und Floristtechniker ist seit 30 Jahren für Gartenschauen tätig und hat für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen ein dezentrales Konzept mit verschiedenen floristischen und gärtnerischen Beiträgen entwickelt, die sich im Wörnitzpark und auf dem die beiden Parks verbindenden Weg durch die Innenstadt finden, den Dieter Scheffler mit seinen Installationen und Beiträgen abwechslungsreich und spannend gestaltet.

Im Wörnitzpark finden Besucherinnen und Besucher entlang der Wörnitz sechs ungewöhnliche und phantasievolle Balkongärten, die von Gärtnereien und Floristen aus der Umgebung gestaltet werden. Vor dem reizvollen Hintergrund des Flusses und der das Gelände umgebenden Auenlandschaft präsentieren sich wie „echte“ Balkone und haben mit 3,5 auf 2 Metern auch die typischen Maße.

Den Weg vom Wörnitzpark zum Klingenweiherpark durch die Innenstadt führt entlang eines Bands, das mit verschiedenen floristischen und gärtnerischen Beiträgen aufwartet: Drei so genannte Naschinseln locken mit essbaren Blüten, Beeren, Zwergobst und Kräutern. Mit ihren Sitzgelegenheiten laden sie zum Verweilen ein und versüßen so den Weg von einem Park zum anderen. Gleichsam als Leitsystem auf dem Weg von einem Park zum anderen fungieren mehrere XXXL-Töpfe mit floralen und gärtnerischen Gestecken fungieren auf dem Weg durch die Innenstadt gleichsam als Leitsystem von einem Park zum anderen. Die Gefäße mit rund 1,20 Metern Höhe und einem Durchmesser von rund einem Meter oben sind farbenfroh bepflanzt.

Die Ausstellung mit floristischen Installationen – Herzstück einer jeden Gartenschau – findet auf der Gartenschau der Heimatschätze auf zwei Flächen statt:

„Indoor“ präsentieren in einem ehemaligen Schreibwarengeschäft in der Innenstadt auf kleinen, aber feinen 240 qm Gärtnereien und Floristen aus der Umgebung ihre kreativen Beiträge. Das Motto wechselt hier alle 14 Tage:

24.05. – 06.06.2019 Frühlingspotpourri
07.06. – 20.06.2019 Rosenschau
21.06. – 04.07.2019 Nelken, Asparagus & Co.
05.07. – 18.07.2019 Topfgärten
19.07. – 01.08.2019 Farbenrausch mit Sommerblumen
02.08. – 08.08.2019 Sträuße in Hülle und Fülle
09.08. – 15.08.2019 Tischdekorationen
16.08. – 29.08.2019 Exoten, Orchideen, Bromelien, Heliconia usw.
30.08. – 08.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Die „Indoor“-Ausstellung ergänzt genau gegenüber eine 600 qm große Außenfläche auf dem Platz zur Sonne in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Hotels zur Sonne. Diese wird auf genauso kreative Weise floristisch und gärtnerisch bespielt: Drei innen wie außen ungewöhnlich gestaltete Container dienen als temporäre Ausstellungsorte. Ein schönes Sortiment an großen Kübelpflanzen, bunte Sonnenschirme und gemütliche Sitzplätze laden zum Verweilen im Freien ein.

Verschiedene Aktionswochenenden bieten den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, hier die jeweils im Mittelpunkt stehenden Pflanzen zu kaufen:

15./16.06.2019 Rosenmarkt
06./07.07.2019 Baumschultage
27./28.07.2019 Stauden und Kräuter
31.08./01.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Neben den hier beschriebenen von der Gartenschau in Zusammenarbeit mit Dieter Scheffler konzipierten Beiträgen gibt es auf dem Gartenschaugelände selbstverständlich zahlreiche weitere gärtnerische Attraktionen wie Gartendetails, Sommerblumen, Mustergräber oder Stauden und Rosen. Realisiert werden diese Beiträge zur Gartenschau von Unternehmen, Vereinen und Verbänden.

05.03.19: Interview mit dem Floristtechniker Dieter Scheffler

Sie ist eine der Hauptattraktionen einer jeden Gartenschau: die Blumenschau. 2019 in Wassertrüdingen heißt der Kopf hinter dieser vielbeachteten Ausstellung Dieter Scheffler. Der Floristtechniker hat reichlich Erfahrung mit der Gestaltung von Blumenschauen: 1979 hat er erstmals für die Bundesgartenschau in Bonn gearbeitet, viele weitere Aufträge für Gartenschauen folgten. Damit markiert das Projekt in Wassertrüdingen für Dieter Scheffler auch ein ganz persönliches Jubiläum: 2019 ist er 40 Jahre für Gartenschauen tätig. In Wassertrüdingen verwandelt Dieter Scheffler ein ehemaliges Schreibwarengeschäft in der Innenstadt in einen blühenden Raum voller Inspirationen für die Besucher und gestaltet auch verschiedene andere Orte auf dem Gartenschaugelände mit Ausstellungsbeiträgen.

Herr Scheffler, seit 40 Jahren widmen Sie einen Großteil Ihrer Zeit der Konzeption von Blumenschauen. Was reizt sie daran?

Dieter Scheffler: Die Beete auf einer Gartenschau werden gepflanzt, gehegt und gepflegt, die Pflanzen ändern sich dann jedoch nur noch in Größe und Zuwachs. Bei den Blumenschauen kann ich dagegen aus dem Vollen schöpfen: Die Ausstellungsbeiträge führen den Besucherinnen und Besuchern die Vielfalt der Natur vor Augen, interpretieren und inszenieren sie. Es geht aber bei der Konzeption nicht nur um einen roten Faden für die Beiträge, sondern es ist auch ein übergeordnetes Raumkonzept für die Ausstellung gefragt. Im Idealfall werden die gezeigten Blumen und Pflanzen mit dem umgebenden Raum zu einer Einheit und die Blumenschau damit zu einem Gesamtkunstwerk. All das ist für mich eine tolle planerische und künstlerische Herausforderung, die ich immer wieder gerne angehe.

In Wassertrüdingen finden Sie mit einem ehemaligen Schreibwarengeschäft einen eher kleinen, ungewöhnlichen Raum für eine Blumenschau vor. Hat Sie das vor Herausforderungen gestellt?

Dieter Scheffler: Nein, überhaupt nicht. Ob man wie in Wassertrüdingen 200 Quadratmeter zur Verfügung hat oder, wie es in einer anderen Gartenschau einmal der Fall war, einen Flugzeughangar mit mehreren tausend Quadratmetern, spielt keine Rolle. Ich muss hier wie dort den Raum in seiner Gesamtheit erfassen und mir ein passendes Konzept ausdenken, das die Einzelbeiträge bestmöglich wirken lässt und alles zu einer Einheit zusammenfasst. Das ist jedes Mal eine spannende Aufgabe und erfordert neue Ideen. Und je ungewöhnlicher der Raum ist, desto mehr Kreativität ist gefragt. In Wassertrüdingen haben wir aber nicht nur das Schreibwarengeschäft, sondern realisieren ein dezentrales Konzept: Weitere Orte für die Blumenschau sind der Platz zur Sonne direkt neben dem Hotel zur Sonne, wo wir im Wechsel und in Ergänzung die Ausstellungen präsentieren. Hier zeigen wir auch ein Sortiment an großen Kübelpflanzen und es entsteht eine Fläche für die Aktionstage, unter anderem für die Rosen- und Baumschultage. Entlang der Wege und auf den beiden Parkteilen entstehen florale Installationen. Im Wörnitzpark zeigen wir Balkongärten in ungewohnter, witziger Umsetzung.

Wie aufwändig ist es, eine Blumenschau zu organisieren?

Dieter Scheffler: Auf jeden Fall viel aufwändiger als man von außen sehen kann. Der Blumenschau voraus geht immer eine öffentliche Ausschreibung, gefolgt von einem zweistufigen Auswahlverfahren. Dafür musste ich mich, wie bei allen vorhergehenden Projekten auch, mit einem Konzept bewerben. Nach dem Zuschlag beginnt die Detailplanung und Umsetzung. Schwerpunkt ist dabei die Koordination der Floristen und Gärtner aus der Umgebung, die mit ihren Ausstellungsbeiträgen jeweils einen gewissen Zeitraum bestimmte Flächen bespielen. Diese Beiträge ändern sich: Alle 14 Tage haben wir ein anderes Motto – von Frühlingspotpourri über Sträuße bis zu Tomaten und Chili.

Wie läuft der Wechsel bzw. der Umbau von einem zum anderen Thema ab?

Dieter Scheffler: Das geschieht fließend und während der Öffnungszeiten der Blumenschau. Wir könnten die Blumenschau gar nicht für den Umbau schließen, denn die Gartenschau ist ja an jedem Tag geöffnet und die Leute wollen etwas sehen. Deshalb geschieht der Umbau nach und nach und vor den Augen des Publikums. So gibt es für die Besucherinnen und Besucher immer etwas zu entdecken, auch das gehört zum Konzept: Die Blumenschau ist ein Gesamtkunstwerk und bietet ein Feuerwerk von wechselnden Inspirationen.

Dieter Scheffler wurde 1956 in Engelskirchen im Rheinland geboren. In der elterlichen Gärtnerei absolvierte er eine Gärtnerlehre, schloss eine Ausbildung zum Floristen an und ließ sich an der staatlichen Fachschule für Blumenkunst in Weihenstephan zum Floristtechniker ausbilden. Von Anfang an verstand er den Beruf des Floristen als eine vor allem künstlerische Tätigkeit und beschäftigte sich daher auch intensiv mit Bildhauerei und Architektur. Nach Stationen in Bozen, Berlin und den Vereinigten Arabischen Emiraten machte er sich 1987 mit dem Planungsbüro „Zeitraum“ in München selbstständig. Hier betreut er zusammen mit seinen Mitarbeitern vor allem Großprojekte wie Gartenschauen, Messen und Großveranstaltungen und entwirft Innenraumgestaltungen.

Blumenschauen:
24.05. – 06.06.2019 Frühlingspotpourri
07.06. – 20.06.2019 Rosenschau
21.06. – 04.07.2019 Nelken, Asparagus & Co.
05.07. – 18.07.2019 Topfgärten
19.07. – 01.08.2019 Farbenrausch mit Sommerblumen
02.08. – 08.08.2019 Sträuße in Hülle und Fülle
09.08. – 15.08.2019 Tischdekorationen
16.08. – 29.08.2019 Exoten, Orchideen, Bromelien, Heliconia usw.
30.08. – 08.09.2019 Tomaten, Chili und andere Früchtchen

Aktionswochenenden mit Verkaufsschau:
15./16. 06.2019 Rosenmarkt 06./07. 07.2019
Baumschultage 27./28. 07.2019
Stauden und Kräuter 31.08./01.09.2019
Tomaten, Chili und andere Früchtchen

25.02.2019: Paten gesucht - Baumsorten in der Streuobstwiese

Die Streuobstwiese nimmt einen großen Teil des Klingenweiherparks ein. Hier finden Sie heimische Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen, Pflaumen oder Mirabellen. Nun sind alle Sorten bekannt, welche die Besucher auf der Gartenschau bestaunen können. Passend dazu findet am 30. Juni der Streuobsttag statt, an dem Donikkl mit seinem bunten Mitmach-Programm für spaßige Stunden mit der ganzen Familie sorgen wird.



Viele der Bäume können noch durch eine Baumpatenschaft unterstützt werden. Sollten Sie Interesse haben, können Sie sich gerne bei Beatrix Getze unter 09832/7086003 oder getze@wassertruedingen2019.de melden.

20.02.2019: Deutsche Bahn reaktiviert Strecke für die Gartenschau

Die für den Personenverkehr stillgelegte Bahnstrecke zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen wird im Rahmen der Gartenschau an Wochenenden und Feiertagen reaktiviert. So können Besucher auch mit der Bahn nach Wassertrüdingen reisen.

Ab dem 24. Mai findet in Wassertrüdingen die Gartenschau der Heimatschätze statt. Nicht jeder der das Event gerne besuchen möchte, hat auch ein Auto. Dank der Deutschen Bahn und der BayernBahn GmbH benötigt man dieses auch nicht mehr unbedingt, um nach Mittelfranken zu gelangen. Die Bahnstrecke, die von Gunzenhausen nach Wassertrüdingen führt, wird im Rahmen der Gartenschau an Wochenenden und Feiertagen wieder öfter befahren.

Eine Anreise mit der Bahn von beispielsweise Nürnberg aus, wird damit ganz bequem. „Günstige Umsteigebeziehungen in Nürnberg Hauptbahnhof sorgen dafür, dass nicht nur für Besucher aus Nürnberg, sondern darüber hinaus aus ganz Nordbayern die Möglichkeit besteht, umweltfreundlich mit der Bahn anzureisen. Zudem besteht durch die Ausstattung unserer Fahrzeuge auch für mobilitätseingeschränkte Reisende die Möglichkeit, barrierefrei die Gartenschau zu besuchen.“, erklärt Udo Leuner, der Teilnetzmanager der S-Bahn Nürnberg und Mittelfrankenbahn. Für Wassertrüdingens Bürgermeister Stefan Ultsch, der selbst aus dem Großraum Nürnberg-Fürth kommt, ist die temporäre, zumindest teilweise Reaktivierung der alten „König-Ludwig-Nord-Süd-Bahn“ eine tolle Chance, die Bürger des Großraums Nürnberg-Fürth-Erlangen zum Besuch der Bayerischen Gartenschau in Wassertrüdingen anzuregen.

Die Züge fahren an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen zwischen dem 25.5. und dem 8.9. jeweils um 9:07 und 11:07 Uhr am Nürnberger Hauptbahnhof ab, halten dann beispielsweise um 9:58 und 11:58 Uhr in Gunzenhausen und kommen schließlich um 10:17 und 12:17 Uhr in Wassertrüdingen an. Es bleibt dann genug Zeit um die Schätze der Gartenschau in Wassertrüdingen ganz ohne Hektik zu entdecken. Zurück geht es dann entweder um 15:32 Uhr oder um 17:32 Uhr. Reisende sind dann um 16:44 und 18:44 Uhr wieder in Nürnberg.

Die Fahrt mit der Bahn lohnt sich nicht nur für Gartenschaubegeisterte ohne Auto. Wer mit der Mittelfrankenbahn anreist und an der Kasse sein Zugticket vorzeigt, bekommt zudem einen Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Mit der Bahn kann man schon mit dem Einsteigen in den Zug den Ausflug zur Gartenschau in Ruhe genießen. „Wir als DB Regio Bayern freuen uns, einen Beitrag zum Gelingen der Landesgartenschau 2019 in Wassertrüdingen leisten zu können. Schließlich ist die Freude an der Natur und der Schutz der intakten Natur untrennbar miteinander verbunden. Und durch die Kooperation zwischen der Stadt Wassertrüdingen und DB Regio Bayern ist es nun möglich, umweltfreundlich mit der Bahn die Gartenschau zu besuchen.“, so Udo Leuner.

Hier finden Sie die genauen Fahrzeiten der Bahn.

18.02.2019: Der Beitrag des Teams Ackerschätze – von denen, die in und von der Natur leben

Einen besonderen Beitrag zur Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen, welche am 24. Mai eröffnet wird, liefern die Bäuerinnen und Bauern der Umgebung. Auf über einem Hektar Fläche hat sich der Zusammenschluss, der Team Ackerschätze genannt wird, ein tolles Konzept, über die Landwirtschaft und den Menschen dahinter, überlegt. So selbstverständlich ist der Beitrag der heimischen landwirtschaftlichen Betriebe zu einer Gartenschau nicht. Die besondere ländliche Lage von Wassertrüdingen und glückliche Umstände sorgten jedoch dafür, dass das Team Ackerschätze seinen Teil zum Event beitragen darf.

Der Klingenweiherpark, welcher im nördlichen Teil von Wassertrüdingen liegt, grenzt direkt an ein von Friedrich Bickel gepachtetes Feld. Durch die direkte Nähe zum Gartenschaugelände kam Herr Bickel, zusammen mit anderen Bäuerinnen und Bauern, sowie des Landwirtschaftsdirektor Wolfgang Kerwagen auf die Idee einen Beitrag zur Gartenschau zu leisten. Einen, der aufzeigt, wie unser Essen vom Feld bis auf den Tisch kommt, wie viel Arbeit hinter den Lebensmitteln steckt, welche wir möglichst günstig im Laden kaufen und was die Landwirtschaft für die Region und auch die Bauern selbst bedeutet. Ausschlaggebend war hierbei auch das Motto der Gartenschau der Heimatschätze. „Heimat ist sozusagen unsere Arbeit, wir erhalten das Land – unsere Heimat – mit unserem Job. Auch die Landwirtschaft ist somit ein Heimatschatz.“, sagte Ruth Mauer, Landwirtin aus Wassertrüdingen. „Das was auf den Feldern passiert, beeinflusst eigentlich jeden Einzelnen.“ Dies vergessen nur viele – auch wie viel Herzblut hinter jedem Liter Milch oder Päckchen Mehl steckt. Die Offenheit von Prokuristin Ingrid Rott-Schöwel leistete ebenfalls ihren Beitrag zum Anteil der Landwirte. Ohne ihren Rückhalt, hätten die Bauern es deutlich schwerer gehabt ihren Plan in die Tat umzusetzen. „Ich habe von Anfang an gespürt, wie wichtig allen das Thema ist und mit wie viel Engagement die Sache angegangen wird. Da war es eine Selbstverständlichkeit zu helfen dieses wunderbare Projekt umzusetzen“.

Ein ertragreiches Konzept

Etwa 20 Leute haben sich in den darauffolgenden zwei Jahren ein Konzept überlegt, um den Besuchern der Gartenschau die Landwirtschaft authentisch näher zu bringen. „Der Boden ist der größte Schatz des Landwirts“, resümiert Friedrich Bickel. Eine Aussage die das Team zu einem Teil ihres Konzepts brachte. Themenwochen werden während der Gartenschau die Angebote des Ackerschätze-Beitrags bestimmen. Den Beginn macht dabei ebenjener wichtiger Boden. Mit Führungen und Informationen können die Besucher lernen, was für das Gedeihen einer Pflanze wichtig ist, wie der Boden auch zum Hochwasserschutz beiträgt oder unsere Pflanzenvielfalt gewährleistet. Diese Vielfalt wird dann eines der nächsten Themen. 25 verschiedene Ackerschätze, wie Mais, Raps, Hanf oder Sonnenblumen, werden auf den Feldern des Beitrags wachsen und erklärt. Wunderschöne Blühstreifen werden den Besuchern außerdem den Weg zur Gartenschau leiten und den Bienen etwas Gutes tun.

Was aus der Ernte schlussendlich einmal wird und wie es auf unserem Tisch landet, wird ebenfalls behandelt. Die Themen sind zudem natürlich von der Jahreszeit abhängig. Den Abschluss macht beispielsweise im Herbst eine Woche rund um die Kartoffel. Doch nicht nur für Erwachsene gibt es bei den Ackerschätzen viel zu entdecken.

Das Team beteiligt sich zu dem normalen Betrieb an der Aktion „Schule im Grünen“, bei welcher Kindergartengruppen oder Schulklassen viel über die Natur lernen können, wie beispielsweise den „Weg des Pfannkuchens“ vom Weizen auf dem Feld bis zum fertigen Gericht. Verschiedene Events, bei dem sich das Team Ackerschätze besonders einbringt, wie der Tag der Milch oder der Landfrauentag, runden das Angebot ab. Auch Bürgermeister Stefan Ultsch zeigte sich begeistert vom Engagement der Bauern: „Ich bewundere, wie viel traditionelle Landwirtschaft in dieser Region noch praktiziert wird und, dass die Beteiligten so viel für die Gartenschau leisten – neben ihrer wichtigen Arbeit auf ihren eigenen Höfen.“ Besonderes Highlight wird hier das Niederfallfest am 25. August sein. An diesem Tag feierte man früher die beendete Getreideernte und bedankte sich somit für das Essen und damit das Überleben der Familie.

Mehr als nur Feld

Doch nicht nur Feldfrüchte wird es im Klingenweiherpark zu bestaunen geben. In der Scheune der Ackerschätze, welche von umliegenden Firmen gesponsert und von der Berufsschule in Gunzenhausen gebaut wurde, wird es traditionelles Essen geben. Auf dem Ausstellungsgelände werden außerdem noch Hühner und Schafe Platz finden, um die klassische Tierhaltung und die Wichtigkeit des Tierwohls zu vermitteln. Jeden Tag wird jemand aus dem Team Ackerschätze für Fragen und Informationen vor Ort sein, daneben werden jeden Dienstag, Samstag und Sonntag zwei Führungen stattfinden. „Wir werden immer mit der Heimat verbunden sein, schließlich kann man sich seinen Acker nicht auf den Rücken schnallen und wo anders hingehen.“ meint Friedrich Bickel. Auf der Gartenschau der Heimatschätze ist daher der perfekte Ort, um sich über das was hinter unserem Essen steckt zu informieren.

12.02.2019: 100 Tage bis zur Gartenschau – Warten auf den „Baumeister Natur“

Alle Beteiligten arbeiten daher auf Hochtouren, um für die Besucher alles fertig zu stellen. Bald geht auch das Print-Veranstaltungsheft in Druck und wird dann an Ostern in alle umliegenden Haushalte verteilt. Auf den Baustellen wird fleißig gewerkelt, die Aussteller tüfteln noch an der Perfektion ihrer Beiträge und die bereits gepflanzten Blumenzwiebeln geben sicher ebenfalls ihr Bestes, um bis zum 24. Mai aus der Erde zu sprießen. „Die nächsten Wochen und Monate werden eine sehr arbeitsintensive Zeit, vor allem freuen wir uns jetzt auf unseren wichtigsten Baumeister, die Natur. Wenn der Frühling kommt, wird die Natur explodieren, der grüne und der blühende Rahmen der Gartenschau werden dann intensiv gestaltet. Der Zusammenklang der baulichen und geordneten Maßnahmen mit der in voller Pracht stehenden Natur wird zum besten Rahmen für die Gartenschau der Heimatschätze.“, so Peter Schubert, Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen GmbH.

11.02.2019: Interview mit Pflanz-Planerin Christine Orel

Wenn die Besucher der Gartenschau Wassertrüdingen im nächsten Sommer vor blühenden Beeten stehen, sehen sie eine harmonische Komposition von Farben und Formen. Möglich macht diesen Genuss das Konzept von Landschaftsarchitektin Christine Orel, die mit ihrem Entwurf den Wettbewerb für die Gestaltung der Pflanzungen für sich entschieden hat. Anfang Dezember 2018 hat sie die Blumenzwiebeln ausgelegt, die im nächsten Jahr in voller Pracht stehen werden. Im Interview spricht sie über ihre Arbeitsweise, Pflanzungen mit Aussage und ihre Demut gegenüber der Natur.


Frau Orel, wie gehen Sie bei der Entwicklung eines Pflanzkonzepts vor?

Christine Orel: Zuerst setze ich mich intensiv mit dem Gelände und seiner Umgebung auseinander. In einem ersten Schritt leistet hier Google Maps gute Dienste, und ich schaue mir den Ort, wenn möglich, natürlich selbst an. Aber auch die Geschichte des Ortes oder der Gegend spielt eine Rolle. Was war hier früher los? Gibt es Sagen und Mythen? Welche Pflanzen sind hier heimisch? Welche Blickbeziehungen liegen vor? Gibt es markante Gebäude mit prägender Farbgebung? All das gilt es zu berücksichtigen. Habe ich diese Gesamtheit verinnerlicht, den „Geist des Ortes“ erfasst, kristallisiert sich langsam vor meinem inneren Auge ein Konzept heraus, für das ich dann die in Form, Farbe und Größe passenden Pflanzen auswähle. Das ist ein Prozess wie Malen oder Komponieren. Dafür ist zum einen die genaue Kenntnis der verschiedenen Pflanzen, zum anderen Erfahrung und Fingerspitzengefühl nötig.

 

Was macht in Wassertrüdingen diesen „Geist des Ortes“ aus?

Christine Orel: Im Wörnitzpark bestimmen das Schloss und das Wasser das Pflanzkonzept: Deshalb wogt hier eine große Blumenwelle, die sich über die verschiedenen Flächen vom Eingang zur Wörnitz hin verdichtet und vielfältiger wird. Die Pflanzungen im Klingenweiherpark thematisieren den Übergang in die Natur: Hier herrscht eine helle, heitere Stimmung mit einer fröhlichen Blumenwiese. Innerhalb der einzelnen Pflanzungen gibt es noch bestimmte Themen, wie zum Beispiel allerlei „Essbares“ im Genussbeet im Klingenweiherpark.

 

Was ist in Ihren Augen das Besondere an der Gartenschau in Wassertrüdingen?

Christine Orel: Ich mag an dieser Stadt das Charmante, Lauschige, Wohltuende und Gemütliche. Das überträgt sich auf die Gartenschau und alles und alle, die damit zu tun haben. Das macht es auch sehr angenehm, hier zu arbeiten.

 

Sie sind bekannt dafür, anspruchsvolle Konzepte mit tieferer Bedeutung und Aussage zu realisieren. Wie schaffen Sie den Spagat zwischen künstlerischen Anspruch und einer Pflanzung, die auch ohne eine Deutung überzeugt?

Christine Orel: Eine Pflanzgestaltung darf gerne mehrere Aussageebenen haben. Sie kann zum Beispiel eine Stimmung wiedergeben oder abstrakte Werte wie Harmonie oder Disharmonie verkörpern. Ich habe einmal die vier Elemente Feuer, Erde, Luft und Wasser als Pflanzungen gestaltet, oder in Rostock den „Garten der Charaktere“ angelegt. Er zeigt Gemütslagen wie Heiterkeit, Trauer oder Aggression. Eine philosophische oder künstlerische Aussage kann man also durchaus mit einer Pflanzung treffen, allerdings darf sie den Betrachter auch nicht überfordern – zumal die erklärenden Tafeln oft nicht genügend Platz bieten, um solche Gedanken wirklich zu erklären. Kann oder will ein Betrachter diese Aussage nicht sehen oder teilt er sie nicht, soll sich für ihn dennoch ein Bild bieten, das ihm in Erinnerung bleibt. Mit diesem Anspruch gehe ich an meine Konzeptionen heran.

 

Wie erreichen Sie, dass eine Pflanzungen in Erinnerung bleibt?

Christine Orel: Zum einen muss sie in ihrer Komposition wirklich einzigartig und überraschend sein. Gerne kombiniere ich zum Beispiel Bekanntes mit eher Unbekanntem, Außergewöhnlichem. So entdeckt jeder in einer Pflanzung etwas, das ihm irgendwie vertraut ist – nach dem Motto: „Diese Pflanze kenne ich, die hat meine Freundin auch in ihrem Garten!“ – und entdeckt auch Dinge, die neu und ungewöhnlich sind. Zweitens soll eine Pflanzung auch inspirieren, die Phantasie anregen und Ideen geben, wie man selbst Formen und Farben kombinieren und den eigenen Garten gestalten kann. Ist das erfüllt, bleibt sie auch gerne in Erinnerung.

 

Sie planen nicht nur, sondern gehen auch bei Hitze, Kälte, Regen oder Schnee in Gärten und auf Baustellen, legen selbst Blumenzwiebeln aus, pflanzen Stauden und Bäume. Mögen Sie diese Arbeit abseits des Schreibtischs?

Christine Orel: Oh ja, sehr! Diese Tage auf dem Gelände, das ich gestalte, faszinieren mich ganz besonders. Ich mag die Nähe zur Natur, das ist schließlich mein Beruf. Denn der Natur sind wir Landschaftsarchitekten und Gärtner in allem, was wir tun, vollkommen ausgeliefert – und das meist zu unserem Nachteil. Einmal haben uns zum Beispiel die Krähen sämtliche Blumenzwiebeln aus der Pflanzung gehackt. Oder: Wollen wir, dass die Blumenzwiebeln zu einem bestimmten Termin aufgehen, können sie aber aufgrund der Witterung nicht rechtzeitig pflanzen, müssen wir sie im Warmen vorkultivieren. Die Natur hält also allerlei Überraschungen für uns bereit. Da müssen wir immer neu reagieren und nicht selten auch improvisieren. Aber das finde ich überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Es zeigt die Ordnung der Dinge und wie abhängig der Mensch doch von der Natur ist. Ich sage immer: Bei der Arbeit mit der Natur braucht man Demut.

 

Christine Orel ist Landschaftsarchitektin und seit 1990 selbstständig, aktuell mit dem Planungsbüro Orel + Heidrich Landschaftsarchitekten in Herzogenaurach (www.orel-plus-heidrich.de). Sie plant Gärten, die Umgebung von Produktionsstätten und Büros und vieles mehr. Ihr Spezialgebiet sind anspruchsvolle Pflanzungen, ihre Leidenschaft gilt den Stauden. Sie arbeitet für private und kommunale Auftraggeber und hat bereits viele Pflanzungen für Bundes- und Landesgartenschauen entworfen. Die Größe ihrer Projekte reicht von einzelnen Balkonkästen („Das war mein kleinstes Projekt, für eine alte Dame in München.“) bis hin zu Anwesen mit mehreren Hektar Größe.

11.02.2019: Besondere Pflanzungen auf der Gartenschau der Heimatschätze

Sie sind das Herzstück einer jeden Gartenschau: üppige Beete mit Sommerblumen in großer Farben- und Formvielfalt, in Kompositionen, die von harmonisch bis bewusst spannungsvoll alle Facetten bieten. Dass die Pflanzen in diesen Beeten zum richtigen Zeitpunkt und in perfekter Anordnung erblühen, hat Landschaftsarchitektin Christine Orel vom Planungsbüro Orel+Heidrich Landschaftsarchitekten in Herzogenaurach sichergestellt: Sie hat das Pflanzkonzept für die Gartenschau der Heimatschätze entworfen. Schon im Dezember, also vor dem Wintereinbruch, legte sie zusammen mit ihrer Mitarbeiterin alle Zwiebeln aus, und zwei Gärtner pflanzten sie an genau diesen Stellen ein. Da schlummern sie jetzt in der Erde, um im Sommer auf verschiedenen Flächen im Wörnitz- und im Klingenweiherpark zu wachsen und zu erblühen und die Besucherinnen und Besucher der Gartenschau mit ihrem Anblick zu erfreuen.

Pflanzungen im Wörnitzpark:

Blütenwellen
Über die verschiedenen Flächen vom Eingang in Richtung Heubrücke zieht über drei Pflanzflächen hinweg eine Blütenwelle, die sich zunehmend verdichtet und vielfältiger wird: Auf den Blumenflächen im Kassenbereich gehen getreu dem Motto „Traditionelles trifft Neues“ Klassiker wie Begonien mit eigenwilligen, farbig-frechen Partnern wie zum Beispiel Kardinalsobelien oder Federbuschcelosien eine spannungsvolle und kontrastreiche Verbindung ein. Auch einige weniger bekannte Pflanzen bereichern diese Kompositionen. Nach dem Kassenbereich wogt die Blütenwelle in geschwungenen Formen weiter. Hier setzen schwarzlaubige Pflanzen reizvolle Akzente im Meer der klassischen Gewächse. Noch intensiver geht es in einer weiteren Gruppe von Pflanzflächen zu: Diese wird von Wellenformen bestimmt.

Kerzenzauber
Fünf Flächen sind thematisch zu einer Einheit verbunden, deren Eleganz vor allem durch ihre aufrecht wachsenden Pflanzen hervorgerufen wird. Hier dominieren kerzenförmige Blumen. Zudem werden im Juni 1000 wilde Gladiolen über der Fläche schweben. Als Gegenpol gesellen sich zu den strengen vertikalen Gewächsen vereinzelt auch runde Blüten.
Die Blumen sind in länglichen, leicht zueinander verschobenen Strukturen angeordnet und fließen damit optisch von der einen auf die andere Fläche. So ergeben sich immer wieder neue Blicke auf diese reizvolle Pflanzung.

Pflanzungen im Klingenweiherpark:

Das Genussbeet
Was liegt näher, als die Pflanzfläche direkt neben den Tischen der Gartenschaugastronomie mit „Essbarem“ zu gestalten? Denn so manches Gemüse ist nicht nur lecker, sondern auch ausgesprochen dekorativ im Blumenbeet – so zum Beispiel Blumenkohl mit neongrünen Fruchtkegelchen oder violetten Röschen, braunlaubiger, fast schon mystisch wirkender Grünkohl oder Mangold mit gelben bis purpurroten Stängeln und Blattadern. Auch Kräuter wie Dill oder Majoran bereichern diese Beete. Schön zur Geltung kommen die Gemüsearten in einer vielfältigen bunten Blumenumgebung.

Bunt-fröhliche Wiese am See
Vor dem See präsentiert sich der Sommerflor als bunte, fröhliche Blumenwiese. Locker durchmischte, aus 34 Einzelpflanzen von jeweils sieben unterschiedlichen Arten bestehende Tuffs, also Pflanzgruppen, verteilen sich unregelmäßig auf der Fläche. Der Untergrund ist gelb, rot, weiß und blau und wird jeweils von einer besonderen Blume, zum Beispiel der Dahlie, der Sonnenblume oder der Kerze der Duftnessel geprägt. Eine ausgefallene Herbstasterngruppe, die sogenannten Harzastern, die hier mit ungewöhnlichen Farben wie Lachsrosa oder Schwarz aufwarten, sind eine selten zu sehende Besonderheit in diesen Beeten. Zudem stehen in jedem Tuff drei straff aufrecht wachsende Borstenhirsen bzw. die Rohrkolbenhirse.

Sommerflor „Goldener Gruß“
Ein blockhaft gepflanzter, nach hinten höher werdender Sommerflor prägt die Pflanzflächen im Klingenweiherpark und schickt einen goldenen Gruß sowohl an diejenigen, die das Gartenschaugelände durch diesen Eingang betreten, als auch an die, die es hier verlassen. Für Struktur in dieser Pflanzung sogt die auch an vielen anderen Stellen der Gartenschau auftauchende Duftnessel. Neben den Formen sind auch die Farben in diesen Beeten markant: Wie der Name des Flors sagt, sind hier Schattierungen von Zitronengelb über Gelb und Orange bis Braunrot zu sehen.

01.02.2019: Tag des sozialen Miteinanders – Mitwirkende einigen sich auf Programm

In vier Monaten eröffnet die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen. Grund genug, um die Planung der vielen spannenden Veranstaltungen langsam zu einem Abschluss zu bringen. Die Beteiligten des Tags des sozialen Miteinanders - das AWO Pflegeheim aus Wassertrüdingen, das Senioren- und Pflegeheim Wassertrüdingen, die Diakonie Neuendettelsau, die Altmühlseeklinik Hensoltshöhe, der VDK, die Lebenshilfe und die Diakonie aus Ansbach, das diakonische Werk Dinkelsbühl-Wassertrüdingen, die EUTB aus Wassertrüdingen, der Landesverband Niere Bayern, sowie die Volkstanzgruppe Geilsheim - haben sich nun auf einen Programmablauf für ihren besonderen Tag am 16. Juni geeinigt.

Auf den Bühnen und der Aktionsfläche wird am Tag des sozialen Miteinanders einiges geboten. Verschiedene Chöre, Bands, Tanz- und Trommlergruppen werden die Besucher der Gartenschau unterhalten, bei spannenden Aktionen kann man jedoch auch selbst aktiv werden. Dabei werden vier verschiedene Bühnen, verteilt über die Parkteile und der Altstadt, den ganzen Tag über bespielt.

Ebenjene Bühnen waren das Hauptthema am 23. Januar bei der abschließenden Versammlung der Mitwirkenden unter Federführung von Sandra Kleemann, welche sich bei der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH um die Veranstaltungen kümmert. Für viele der Vertreter waren die Kriterien der Bühnen wichtig: Überdachung, Stromanschluss und die Größe. Schließlich haben einige Gruppen technisches Equipment dabei, das bei Regen nicht nass werden darf oder Senioren, die nicht den Launen des Wetters ausgesetzt werden sollten. Mit gegenseitigen Kompromissen und dem gemeinsamen Ziel, allen einen schönen Tag zu bereiten, wurde an diesem Nachmittag ebenjenes Programm erarbeitet, welches die Besucher am 16. Juni dann auch genießen können.

In unserem Online-Veranstaltungskalender kann man sich bereits vorab ein Bild davon machen, was geboten wird, spätestens aber am 16. Juni, wenn man den Tag des sozialen Miteinanders auf der Gartenschau mit der ganzen Familie genießt.

 

 


 

 

22.01.2019: Große Resonanz – Bisher 2300 Dauerkarten verkauft

Bereits 2300 Dauerkarten wurden für die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen bis Ende 2018 verkauft. Und das Interesse reißt nicht ab. Die Dauerkarte gewährt 108 Tage Eintritt und viele spannende Vergünstigungen.
Bereits beim großen Baustellenfest am 23. September 2018 wurden über 500 Dauerkarten verkauft. Das Interesse ist seitdem groß, die Dauerkarten vorab vergünstigt zu erwerben. Bis Ende 2018 wurden insgesamt 2300 Dauerkarten verkauft. „Ich bin überzeugt, dass die enorme Resonanz den vielen engagierten Ausstellern und Mitwirkenden zu verdanken ist. Diese machen unsere Gartenschau zu etwas ganz Besonderem“, freut sich Ingrid Rott-Schöwel, Prokuristin der Gartenschau in Wassertrüdingen.

Die Besucher erwartet ab dem 24. Mai - an dem die große Eröffnungsfeier stattfindet - nicht nur die Ausstellung der vielen Heimatschätze. In den 108 Tagen Gartenschau gibt es zudem einen vollen Terminkalender mit Veranstaltungen aller Art. Zudem steht jeder Tag der Woche unter einem eigenen Motto, wie beispielsweise Dienstag „Gartenschau intensiv“, hier finden spannende Führungen der Aussteller statt, oder dem „Tag der Generationen“ jeden Donnerstag mit Aktionen wie der Schule im Grünen. Besonders am Wochenende, den Familientagen, wird mit zahlreichen Events viel geboten. Doch dies ist noch nicht alles: Auch für die kleinen Gäste finden regelmäßig tolle Aktionen statt. Auch ein großer Erlebnisspielplatz wartet auf die kleinen Gäste. „Egal wann Sie uns auf der Gartenschau besuchen, es gibt immer wieder Neues zu entdecken und bestaunen“, so Robert Sitzmann, der Geschäftsführer der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH.

Mit einer Dauerkarte, kann der Besucher nicht nur das Programm der Gartenschau in vollen Zügen genießen. Mit im Paket enthalten ist freier Eintritt in das deutsche Pinsel- und Bürstenmuseum in Bechhofen, in das Museum FLUVIUS in Wassertrüdingen, sowie das LIMESEUM in Ruffenhofen. Darüber hinaus erhält man mit der Dauerkarte freien Eintritt zu den Gartenschauen in Wittstock/Dosse und Remstal. Wer in der Region um Wassertrüdingen mehr erleben möchte, erhält zudem Rabatt auf eine Schifffahrt auf der MS Altmühlsee sowie auf der MS Brombachsee. „Damit ist die Dauerkarte sozusagen eine Schatzkiste voller Ideen für einen erlebnisreichen Sommer“, erklärt Robert Sitzmann.

13.11.2018 „Kunstpreis Skulptur“ der Gartenschau Wassertrüdingen 2019: Nominierte stehen fest

  • Fünf ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus der Region stellen ihre Arbeiten für die Dauer der Gartenschau auf dem Gelände aus
  • Mit „Mutter Erde“ von Peter Wittstadt wurde ein Werk bereits auf dem Gelände aufgestellt
  • Gewinner des Kunstpreises wird im Mai 2019 gewählt

Jetzt steht fest, welche fünf Kunstschätze die Gartenschau in Wassertrüdingen im nächsten Jahr bereichern werden: Die Jury aus Vertretern der Natur in Wassertrüdingen GmbH und Mitgliedern des Hauptausschusses des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken hat die Nominierten für den Kunstpreis „Skulptur der Gartenschau Wassertrüdingen 2019“ bekannt gegeben. 

Es sind Albrecht Fersch, Christian Heß, Younghun Lee, Silvia LobenhoferAlbrecht und Peter Wittstadt. Sie stellen ihre Skulpturen für die Dauer der Gartenschau auf dem Gelände aus. Aus diesen fünf Arbeiten wird im Mai 2019 der Gewinner des Kunstpreises ausgewählt. Im Januar 2018 hat die Gartenschau Wassertrüdingen gemeinsam mit dem Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken den „Kunstpreis Skulptur“ der Gartenschau Wassertrüdingen 2019 ausgelobt. Teilnahmeberechtigt waren Künstlerinnen und Künstler, die im Bezirk Mittelfranken oder den angrenzenden Regionen geboren sind oder hier ihren Lebensmittelpunkt haben. 32 Künstlerinnen und Künstler haben sich mit ihren Werken, die zum Teil speziell für die Gartenschau angefertigt wurden, um den Preis beworben.
Eine Jury aus Vertretern der Natur in Wassertrüdingen GmbH und Mitgliedern des Hauptausschusses des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Nürnberg Mittelfranken haben nun die fünf Nominierten für den „Kunstpreis Skulptur“ der Gartenschau Wassertrüdingen ausgewählt. Ihre Werke werden für die gesamte Dauer der Veranstaltung auf dem Gelände ausgestellt.

„Die Arbeiten sind nicht nur künstlerisch sehr beeindruckend, sondern werden den Gartenschaubesuchern auch einen außergewöhnlichen Erlebniswert bieten“, sagt Jurymitglied Ingrid Rott-Schöwel, Landschaftsplanerin und Prokuristin der Natur in Wassertrüdingen GmbH, die die Gartenschau organisiert. „Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern haben wir bereits den jeweils idealen Standort für die Arbeiten ausgewählt. Hier fügen sie sich nicht nur harmonisch in den jeweiligen landschaftlichen Kontext ein, sondern bereichern und betonen diesen auch.“
Die Skulpturen werden im April 2019, kurz vor Eröffnung der Gartenschau, aufgestellt. Eine ist jedoch bereits auf dem Gartenschaugelände „eingezogen“: Symbolträchtigerweise ist es die Arbeit „Mutter Erde“ von Peter Wittstadt, die als erste da ist. Die 1,40 Meter hohe und rund drei Tonnen schwere Steinskulptur steht im Klingenweiherpark fast auf dem Gipfel der Deponie und schaut in Richtung Hesselberg.

Mitte Mai 2019 wird die Preisjury, bestehend aus Vertretern der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH, des BBK Nürnberg Mittelfranken und der Stadt Wassertrüdingen aus den fünf Nominierten den Preisträger des mit 2.000 Euro dotierten „Kunstpreises Skulptur“ der Gartenschau Wassertrüdingen 2019 auswählen. 

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23.10.2018 Über 160 Vereine machen mit beim Veranstaltungsprogramm

Vom 24. Mai bis 8. September 2019 lädt Wassertrüdingen zur Bayerischen Gartenschau. Die Ausarbeitung des kulturellen Rahmenprogrammes und die Koordination der Veranstaltungen laufen mit Hochdruck. „Vom Glück einen Schatz zu finden“ lautet das Motto der Gartenschau- das sich auch im Kulturprogramm widerspiegelt. Rund 160 „Kulturschätze“ aus den drei Landkreisen Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg Gunzenhausen möchten auf der Gartenschau auftreten und am Programm mitwirken.

Bereits Anfang des Jahres haben die Vorbereitungen für das kulturelle Rahmenprogramm der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen begonnen. Nach einer speziell an Musik- und Tanzgruppen gerichteten Informationsveranstaltung sowie der konkreten Ansprache diverser Vereine aus den Landkreisen Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries, kann nun ein erstes Resümee gezogen werden. Sandra Kleemann von der Gartenschau Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH zeigt sich positiv überrascht von dem großen Interesse: „Rund 160 Musik- und Tanzvereine haben sich angemeldet und möchten sich beteiligen. Somit kann ein buntes und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt werden.“ Zusätzlich zu den Anmeldungen kommen noch die Mitwirkenden im Regionalpavillon der Landkreise, die sozialen Einrichtungen sowie Ausstellungspartner und überregionale Künstler.

Das Veranstaltungskonzept gestaltet sich dabei wie folgt:
Jeder Wochentag steht unter einem anderen Motto. Samstag, Sonn- und Feiertage sowie Brückentage sind Familientage, die wiederum wechselnde Tagesmottos haben. Eine Übersicht der Thementage finden Sie unter:
https://www.wassertruedingen2019.de/de/veranstaltungen/

Ziel des gesamten Veranstaltungsprogramms sei es - getreu dem Motto der Gartenschau „Vom Glück einen Schatz zu finden“ - die „Kulturschätze“ aus der Region zu präsentieren. Alle Veranstaltungen sind im Eintritt der Gartenschau inklusive.

Interessierte Privatpersonen, soziale Einrichtungen, Vereine und Verbände können sich noch bis 15. Dezember 2018 für eine Mitwirkung am Veranstaltungsprogramm unter der 09832/7068004 oder kleemann@wassertruedingen2019.de bewerben.

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23.09.2018 Baustellenfest der Gartenschau

Am Sonntag, den 23. September 2018 feierte die Bayerische Gartenschau in Wassertrüdingen von 10:00 bis 18:00 Uhr Baustellenfest. Das Fest fand auf den beiden Geländen und auf dem Weg durch die Altstadt statt und wurde von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm begleitet.

Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit

Etwa 4.000 Besucher trotzten heute dem mitunter stürmischen Wetter und nutzten die letzte Gelegenheit, das Gartenschaugelände zu erkunden und sich über den aktuellen Stand zu informieren. Zum letzten Mal vor der Eröffnung der Gartenschau am 24. Mai 2019 lüfteten die Gartenschau-Macher den Vorhang und feierten ein buntes Baustellenfest, das auf positive Resonanz stieß.

Baustellenfestprogramm

Um 11:00 Uhr begrüßten auf der Bühne im Klingenweiherpark Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit, der Regierungspräsident von Mittelfranken Dr. Thomas Bauer sowie der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig, die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin von Mittelfranken Christa Naaß und Roland Albert, Präsident Bayerischer Gärtnerei-Verband e. V., Baustellenbesucher und Aussteller. Die Grußwortredner dankten dem Einsatz der zahlreichen Mitwirkenden, ohne welchen die Gartenschau in Wassertrüdingen nicht möglich wäre.

Wer die Gelände nicht allein erkunden wollte, konnte sich einer der zahlreichen Baustellenführungen anschließen und die Gelegenheit nutzen, Fragen zu stellen und mit den Machern der Gartenschau ins Gespräch zu kommen. „Die Leute sind neugierig und zeigen großes Interesse an der Gartenschau in Wassertrüdingen“, resümierte der Gartenschaugeschäftsführer Peter Schubert. Es sei zu spüren, dass sich die Menschen auf die Gartenschau freuen.

Auf und an den verschiedenen Bühnen des Gartenschaugeländes erlebten die Besucher Live-Musik, Tanz und Jonglage. Der Musikverein Großenried, die Big Band „The Big Splash“ der städtischen Musikschule sowie die Franconian Jazzband sorgten für musikalische Unterhaltung. Ihre Tanzkünste präsentierten die Volkstanzgruppe Geilsheim sowie die Europa-Show Tanzgarde Wassertrüdingen. Der Stelzenläufer und Jongleur Spasskoffer begeisterte Groß und Klein im Wörnitzpark.

Besucher konnten sich über verschiedene Garten- und Naturschätze informieren oder an mehreren Stationen selbst aktiv werden. Beim Baustellenfest spiegelte sich auch der generationsübergreifende Charakter einer jeden Gartenschau wider: So sorgten für jede Menge Kinderspaß eine Hüpfburg, Torwandschießen, Spiele sowie verschiedene Bastel- und Mitmachaktionen.

Start für den Verkauf der Dauerkarten

Pünktlich zum Baustellenfest fiel auch der Startschuss für den Dauerkartenvorverkauf. Rund 600 Dauerkarten gingen am Info-Pavillon der Gartenschau bereits über den Tisch. „Das hat unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen“, freut sich Gartenschaugeschäftsführer Robert Sitzmann.

Die ersten Dauerkarten wurden um 10:30 Uhr verkauft. Die ersten Käufer waren Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit, der Ansbacher Landrat Dr. Jürgen Ludwig sowie Roland Albert, Präsident Bayerischer Gärtnerei-Verband e. V.

Alle frischgebackenen Dauerkartenbesitzer konnten am Baustellenfest an einem besonderen Gartenschau-Gewinnspiel teilnehmen. Die Gewinnnummern für das Kindergewinnspiel lauten 30046, 30054 und 40051, bei den Dauerkarten für die Erwachsenen sind es die Nummern 20081,00106 und 00100.

Die Gewinnernummern sind auch auf der Homepage der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH einsehbar. Die Besitzer der Dauerkarten-Gewinnnummern, die am Sonntag ihre Preise noch nicht persönlich entgegengenommen haben, können ihren Gewinn in der Geschäftsstelle der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH (Marktstraße 19 | 91717 Wassertrüdingen) abholen.

Das Team der Gartenschau Wassertrüdingen bedankt sich für einen großartigen Sonntag voller Vorfreude auf die Gartenschau 2019!

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27.07.2018 Scheune des Teams „Ackerschätze“ feiert Richtfest

Nicht einmal mehr ein Jahr bis zur Eröffnung der Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen. An allen Ecken und Enden wird geplant, gebaut und gepflanzt. Doch nicht nur das Gartenschau-Team steckt mitten in den Vorbereitungen. Auch die heimische Landwirtschaft – die sich im Klingenweiherpark auf einer Fläche von rund einem Hektar unter dem Motto „Ackerschätze“ präsentiert – hat mit den Gartenschauarbeiten begonnen. Ein „Etappenziel“ ist bereits geschafft: Die Scheune wurde von den Schülern der Berufsschule Gunzenhausen für Zimmerer aufgestellt und feierte zusammen mit dem Team „Ackerschätze“ sowie zahlreichen Gästen am 26.07.2018 Richtfest.

„Wir vom Team der „Ackerschätze“ haben wahrlich Grund zu danken“, so Friedrich Bickel, Landwirt aus Altentrüdingen und Sprecher des Teams. Denn beim Bau der Scheune erfuhr das Team von vielen Seiten sehr große Unterstützung. Mit dem Richtfest wollten die Ehrenamtlichen nun die Gelegenheit nutzen, all denen zu danken, die die Planung und Realisierung der Scheune unterstützt haben. Herzlichen Dank gilt hier besonders den zahlreichen Sponsoren, die für die Scheune kostenfrei Material und Arbeitsleistungen zur Verfügung gestellt haben. So stammt das für die 5 x 8 Meter große Scheune verwendete heimische Fichtenholz von der Fürst zu Oettingen-Spielberg’sche Forstverwaltung. Für das Fundament in Form von Betonfertigteilen sorgte das Betonwerk Beyhl, welche von der Firma Fiedler Landschaftsbau eingebaut worden waren. Die Balken wurden verarbeitet von der Zimmerei Stark. Die Schüler der Berufsschule Gunzenhausen waren für das Planen und das Aufrichten der Scheune verantwortlich. Diese freuten sich besonders darüber, mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Gartenschau der Heimatschätze kommendes Jahr leisten zu können. Die noch benötigte Dacheindeckung erfolgt durch den Maschinenring Ansbach.

„Wir sind sehr stolz, mit der Scheune eine sehr ansehnliche Begegnungsstätte für hoffentlich viele Gartenschaubesucher nächstes Jahr zu haben“, freute sich Friedrich Bickel.

Unter den geladenen Gästen waren auch Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit, MdL Manuel Westphal sowie OStD Thomas Grad, Schulleiter des Beruflichen Schulzentrums Gunzenhausen. Alle drei verliehen in ihren Grußworten ihrer großen Freude über das gelungene Projekt und die gute Zusammenarbeit der verschiedenen Beteiligten Ausdruck. Bürgermeisterin Breit und MdL Westphal betonten in diesem Zusammenhang ebenfalls die Bedeutung der Landwirtschaft für die Gesellschaft, die mit ihrer Arbeit die Versorgung der Bevölkerung sichert. "Es ist kein Stand so hoch im Land, dass er nicht lebt von Bauernhand!", so MdL Westphal in seiner Begrüßungsrede.

Gemäß dem Motto „Der Worte Dank gibt nicht viel her, der Gaumenschmaus bietet da viel mehr“ waren die Gäste im Anschluss daran zu einem reichhaltigen Richtschmaus eingeladen.  

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24.07.2018 „Verborgene Schätze“: Die Sanierung der Stadtmauer

Vom 24. Mai bis 8. September 2019 lädt Wassertrüdingen zur Gartenschau der Heimatschätze ein. Nicht nur in den beiden Geländeteilen Wörnitz- und Klingenweiherpark wird kräftig gebaut – auch die Altstadt bereitet sich intensiv auf die Bayerische Gartenschau vor. Denn von Anfang an war in alle Planungen und Entwürfe die Wegführung durch die Wassertrüdinger Innenstadt vorgesehen. So finden derzeit auch Sanierungsarbeiten an der Stadtmauer statt, die in großen Teilen lange Zeit überbaut war.

Über viele Jahre hinweg blieb die Stadtmauer der Öffentlichkeit weitgehend verborgen, anstehende Gebäude hatten sie zu großen Teilen verstellt. Erst nach dem Abriss dieser trat der historische Schatz wieder vollständig zutage. Die Sanierung der Stadtmauer ist jedoch dringend notwendig. „Die Mauerkrone war total durchfeuchtet und kaputt“, bestätigt auch Walter Schneider, der für die derzeitige Sanierung zuständige Steinmetz, „es musste alles erst wieder stabilisiert werden.“

In die Fugen eben jener Mauerkrone konnten aufgrund der Beschädigungen Efeu, Wurzeln und andere Pflanzen eindringen. Bereits vor einigen Jahren waren Betonsteine auf die Mauer aufgesetzt worden. Daher mussten Steinmetz Schneider und sein Mitarbeiter bei Sanierungsbeginn im Januar 2018 zunächst die alte Mauerkrone komplett abbauen. Dies allein dauerte sechs Wochen und verursachte 100 Tonnen Bauschutt.

Um die Mauer zukünftig vor Nässe und Verwurzelungen zu schützen, verfügt die neue Abdeckung der Stadtmauer über eine sogenannte Wassernase – auch Tropfkante genannt –, die das Abtropfen von Regenwasser erleichtert und somit die Durchfeuchtung der Mauer durch an der Fassade ablaufendes Wasser verhindert. Auch galt es, die Stabilität der Mauer zu verbessern. Hierzu wurden die alten Fugen herausgearbeitet und neu „vorverfugt“. Die endgültige Verfugung erfolgt gegen Ende der Sanierungsarbeiten. Wo möglich, wird historisch authentisch gearbeitet. Anstatt wie früher mit Sumpfkalk zu mauern, wird heute allerdings Trasskalk verwendet.

Auch der „Kopf“ der Stadtmauer war beschädigt, da an dieser Stelle die Mauer abgerissen worden war. Das hier neu einzubringende Gestein wird umgearbeitet und den Stadtmauerstrukturen angepasst. Löcher und Lücken in der Mauer sowie in den Steinen selbst müssen ebenfalls ausgebessert werden. Ursprünglich wurden bei der Stadtmauer feinkörnige Sandsteine (Dogger) verwendet. Dieses Material ist heutzutage bereits vollständig abgebaut – „Glück“ für die Wassertrüdinger Stadtmauer sowie für die Steinmetze, dass bei der Stadt altes Gestein lagert und nun wiederverwendet werden kann. Jedoch kommen auch Ersatzmaterial und Ziegel bei den Sanierungsarbeiten zum Einsatz. Zum Abschluss wird das Gestein mit einem Dampfstrahler von Algen gereinigt.

Der enorme Sanierungsaufwand lohnt sich allemal, immerhin bezeugt die Stadtmauer die jahrhundertealte wechselvolle Geschichte Wassertrüdingens. Vermutlich im 12. Jahrhundert noch aus grob behauenen Steinen errichtet, konnte durch die Entwicklung neuerer Werkzeuge im 13./14. Jahrhundert bereits feineres Gestein eingesetzt werden. Während des 30jährigen Krieges wäre Wassertrüdingen beinahe vollständig vernichtet worden, die Zerstörungen durch Feuer lassen sich durch schwarz-gelbliche Verfärbungen auch an der Stadtmauer erkennen. Darüber hinaus ist die Wassertrüdinger Stadtmauer ein Beleg für die große Handwerkskunst vergangener Jahrhunderte, so Steinmetz Schneider: „Die Mauer ist schon gut gemacht. Es sind Schürfungen gemacht worden – sie geht noch zwei Meter runter –, aber es gibt überhaupt keinen Spannungsriss.“

Mittlerweile verfügt die Wassertrüdinger Stadtmauer auch über ein „modernes“ Element. Nach dem Abriss eines an die Stadtmauer gebauten Wohnhauses offenbarte sich eine in die Mauer eingelassene Dusche – auch für Steinmetz Schneider ein noch nie gesehenes Highlight. Den ehemaligen Besitzern mangelte es sicherlich nicht an Mut, denn lediglich ein Eisenträger hinderte die Stadtmauer hier am Einsturz. Die Dusche bleibt der Stadtmauer erhalten – so können sich auch zukünftig Wassertrüdinger und Besucher an diesem kuriosen Baustein erfreuen.

Die Sanierungsarbeiten an der 53m langen Stadtmauer stehen kurz vor ihrem Abschluss. Ihre unterschiedlichen Höhen wird die Stadtmauer Wassertrüdingen auch danach noch vorweisen, denn denkmalhistorisches Ziel war es, die alten Elemente deutlich von den sanierten zu unterscheiden. So werden die unterschiedlichen Höhen nicht etwa angeglichen, sondern in ihrer jeweils bestehenden Formen ausgebessert.

Bis zur Gartenschau kommendes Jahr können die Besucher eine Reminiszenz an die Stadtmauer erleben: Ein Umriss aus feinmaschigem Metallgewebe setzt dann die Mauer fort und macht so ihre ursprüngliche Dimension erlebbar ohne den Blick zu begrenzen.

„Highlight“: Eine in die Stadtmauer eingebaute Dusche

Sanierung der Stadtmauer: Unterschiedliche Höhen werde aus denkmalhistorischen Gesichtspunkten beibehalten

 



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20.07.2018 Besuch des Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer

Vom 24. Mai bis 8. September 2019 lädt Wassertrüdingen zur Bayerischen Gartenschau. Die Baumaßnahmen hierzu laufen mit Hochdruck. Dies interessiert nicht nur die Einheimischen vor Ort, wie jetzt der Besuch des CSU-Bundestagsabgeordneten für den Landkreis Ansbach, Artur Auernhammer, in Wassertrüdingen zeigte.

Auf Einladung des CSU-Ortsvorsitzenden Martin Herbst besuchte der CSU-Bundestagsabgeordnete Artur Auernhammer Wassertrüdingen und überzeugte sich vor Ort von den Baufortschritten der Gartenschauanlagen.

Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit und weitere Mitglieder des CSU-Ortsverbandes Wassertrüdingen begrüßten gemeinsam mit Robert Sitzmann, dem Geschäftsführer der Gartenschau, MdB Artur Auernhammer in den Büroräumen der Gartenschau und informierten ihn über den aktuellen Stand.

Anschließend besichtigte man die Baustellen im Wörnitz- und Klingenweiherpark. MdB Auernhammer zeigte sich begeistert vom Konzept und führte an, wie entscheidend stets die Nachnutzung und die Verzahnung des Projekts mit der gesamten Region sei. Daher freute er sich besonders über die Beteiligung der drei Landkreise Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen an der Gartenschau. MdB Auernhammer und Bürgermeisterin Breit waren sich einig, dass Wassertrüdingen und die gesamte Region von dieser Gartenschau profitiert.

„Wir schauen erwartungsvoll und voller Freude auf die Gartenschau 2019“, so Bürgermeisterin Breit am Ende des Treffens.

Besichtigung der Baustelle im Wörnitzpark: Robert Sitzmann, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH, im Gespräch mit MdB Artur Auernhammer

Besichtigung der Baustelle im Wörnitzpark: Von links nach rechts: Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH Robert Sitzmann, MdB Artur Auernhammer, Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit, Wassertrüdingens 3. Bürgermeister Klaus Schülein, Wassertrüdingens CSU-Ortsvorsitzender Martin Herbst




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17.07.2018 Reise zu den „Schätzen der Vergangenheit“

Nicht einmal mehr ein Jahr, dann öffnet die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen ihre Tore. Vom 24. Mai bis 8. September präsentieren sich verschiedene Aussteller auf dem Gartenschaugelände. Auch das LIMESEUM Ruffenhofen nutzt die Gelegenheit und zeigt sich mit einem ganz besonderen Beitrag im Klingenweiherpark: Das Fragment eines römischen Hauses samt Brotbackofen und Nutzgarten werden in Nähe der Aussichtsplattform Bergrose zu bestaunen sein. Haus und Ofen entstanden in Zusammenarbeit mit der Jugendbauhütte Regensburg. Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit sowie die beiden Geschäftsführer der Gartenschau, Peter Schubert und Robert Sitzmann, besuchten kürzlich die Baustelle vor Ort und nutzten die Gelegenheit, um den engagierten Arbeitern zu danken.

„So etwas eins zu eins nachzubauen – das ist ein unheimlich tolles Projekt“, schwärmte Dr. Matthias Pausch – Leiter des LIMESEUMS – gleich zu Beginn. Gleichzeitig stellte er klar, dass ohne die Jugendbauhütte Regensburg als Partner der Bau nie realisierbar gewesen wäre. Glück also für das LIMESEUM – und die Gartenschau in Wassertrüdingen –, dass sich die Jugendbauhütte Regensburg unter ihrem Leiter Stefan Aichner in Ruffenhofen ans Werk machte. Über zu wenig Arbeit brauchte sich keiner der Freiwilligen beklagen, denn es sollte innerhalb kurzer Zeit das Fragment eines Streifenhauses - übrigens ein archäologischer Kunstbegriff für die extrem schmalen Häuser der Römer – sowie ein funktionsfähiger Brotbackofen errichtet werden. 

Während der Arbeiten am Musterhaus für römische Holzbauweise musste nicht nur auf Stabilität, Konstruktion und Zeitplan geachtet werden, gleichzeitig versuchte man so weit wie möglich auf den Einsatz moderner Gerätschaften zu verzichten. Schließlich sollte ein Haus gezeigt werden, welches in der Art auch die Römer vor knapp 2000 Jahren hier in der Gegend bewohnt hätten. Trotzdem oder gerade deswegen machten sich alle mit großer Begeisterung an das Projekt, wie die Verantwortlichen vor Ort berichteten.

Gegründet wurden die Jugendbauhütten in Anlehnung an mittelalterliche Zusammenschlüsse. Damals war es üblich, dass Arbeiter von Baustelle zu Baustelle zogen. Um den Handwerkern soziale – und auch fachliche – Anlaufstellen zu bieten, wurden die sogenannten „Hütten“ gegründet. In Kooperation mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) bietet die Deutsche Stiftung Denkmalschutz im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres oder eines Bundesfreiwilligendienstes in der Denkmalpflege nun jungen Menschen die Möglichkeit, selbst handwerklich aktiv zu werden. Mit Gleichaltrigen können so Gemeinschaftsprojekte verwirklicht, gleichzeitig aber ebenso Einblicke in verschiedene Berufsfelder gewonnen werden.

Über das Jahr verteilt kommen die jungen Leute für insgesamt sechs Wochen zusammen, die Zwischenzeit verbringen sie an unterschiedlichen Einsatzstellen. Betreut wurden sie während ihres dreiwöchigen Einsatzes von zwei Ehrenamtlichen sowie von verschiedenen Referenten. In Ruffenhofen ging es für die knapp 20 Freiwilligen im Oktober 2017 los. Hier wurde der Holzbau vorbereitet und mit den Arbeiten am Backofen begonnen. Im April 2018 konnten bereits der Dachstuhl aufgebaut und die ersten Gefache zwischen den Fachwerkbalken aufgefüllt werden. Diese Arbeit beschäftigte die jungen Leute auch in der dritten Seminarwoche. Verputzt wurde mit einem Gemisch aus Lehm, Sand, Löschkalk, Magerquark und gehäckseltem Stroh – damit füllten bereits die alten Römer die Fläche zwischen den Balken. Wo möglich, kamen regionale Bauelemente zum Einsatz, die auch vor 2000 Jahren verwendet wurden. Zwischen all dem Hobeln, Sägen, Formen, Schmieden und Verputzen durfte außerdem nie vergessen werden, dass Häuserfragment und Backofen noch immer transportfähig bleiben mussten! Immerhin sollen die Bauten nächstes Jahr nach Wassertrüdingen und nach der Gartenschau wieder nach Ruffenhofen gebracht werden.

Zur Überraschung aller stellte sich als größte Herausforderung des Projekts nicht ein handwerkliches Problem heraus, sondern vielmehr die zeitliche Organisation, wie Bildungsreferent Aichner berichtete. Der Arbeitsaufwand wurde zeitlich zunächst etwas unterschätzt, aber glücklicherweise konnten die vorläufig angesetzten zwei praktischen Seminarwochen um eine Woche erweitert werden. Schließlich sollten alle Beteiligten auch die Chance erhalten, „ihr“ Projekt zu vollenden.

Ende Juni wurden endlich die Arbeiten am Römerhaus abgeschlossen. Das Streifenhaus präsentiert sich nun auf einer Länge von neun Metern, einer Breite von drei Metern sowie einer Höhe von sechs Metern. Damit ist das Ruffenhofener Römerhaus in seiner Größe zwar nur ein Bruchteil des historischen Vorbilds – „Originallänge“ wäre zwischen 30 und 40 Meter - aber wie Dr. Pausch anmerkte, dient das Häuschen vorrangig als „Schaustück“ für den römischen Nutzgarten. Dennoch sollen die Gartenschaubesucher das Haus als authentisches Fragment begreifen.

Übrigens: Der fertige Brotbackofen lässt sich auch sehr gut für Flammkuchen verwenden, wie die Freiwilligen vor Ort gut gelaunt verkündeten.

Als Dank für die Mühen ließen es sich die Geschäftsführer der Gartenschau natürlich nicht nehmen, allen Beteiligten einen Gutschein für einen Tageseintritt der Gartenschau zu überreichen. So können sie sich kommendes Jahr in natura vom Geleisteten überzeugen und das Streifenhaus sowie den römischen Garten im Klingenweiherpark bewundern. Stolz dürfen sie jedoch schon jetzt sein!

Das LIMESEUM muss nun noch für das gärtnerische Ambiente während der Gartenschau sorgen. Wahrscheinlich werden schon in diesem Herbst die ersten Pflanzen gesetzt. Auch hier gilt wieder der Vorsatz, möglichst historisch authentisch zu arbeiten. So viel hat Dr. Pausch bereits verraten: Wein gab es hier im Umfeld – trotz anderer Vermutungen – wohl nicht. Dafür wird der römische Nutzgarten mit zahlreichen Kräutern und Gemüsesorten aufwarten. Bis zu 50 verschiedene Kräuter, beispielsweise Weinraute, Petersilie, Knoblauch oder Liebstöckel, waren in der römischen Küche regelmäßig im Einsatz – Salz galt als überaus kostbar. Darüber hinaus brachten die Römer Sellerie, Lauch und anderes Gemüse in die Region. Vermeintlich typisch römisches Gewächs wie Lorbeeren oder Feigen wuchsen hier in der Region aufgrund der klimatischen Bedingungen allerdings nicht.

Der enorme Aufwand, der hinter diesem Projekt steckt, ist in Ruffenhofen deutlich erkennbar. Dennoch ist auch hier die große Vorfreude auf die Gartenschau 2019 in Wassertrüdingen zu spüren, wenn es heißt „Willkommen bei den Schätzen der Vergangenheit“!


Bauarbeiten am Römerhaus in Ruffenhofen: Freiwillige der Jugendbauhütte Regensburg sowie (untere Reihe ab fünfter von links) Leiter Jugendbauhütte Regensburg Stefan Aichner, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH Peter Schubert, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH Robert Sitzmann, Wassertrüdingens 2. Bürgermeisterin Monika Breit, LIMESEUM-Leiter Dr. Matthias Pausch

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11.07.2018 Firma REHAU sponsert dem Team „Ackerschätze“ mehrere Gartenschläuche

Wenn vom 24. Mai bis 8. September 2019 Wassertrüdingen zur Gartenschau der Heimatschätze lädt, präsentiert sich auch die heimische Landwirtschaft auf einer bewirtschafteten Ackerfläche im Klingenweiherpark. Auf knapp einem Hektar soll hier erstmals landwirtschaftliche Urproduktion erlebbar gemacht werden. Das gesamte Projekt „Ackerschätze“ verlangt den zahlreichen Freiwilligen viel Mühe und Engagement ab. Für passendes Arbeitsmaterial ist zumindest schon gesorgt: Die Firma REHAU spendete insgesamt 10 Gartenschläuche à 25 Meter. Diese wurden nun dem Landwirt Friedrich Bickel – Bewirtschafter des Pachtfelds – übergeben.

„Wir freuen uns sehr über dieses Geschenk! Mit der Hitze und der Trockenheit diesen Sommer hatten wir schon sehr große Probleme. Jetzt gelingt hoffentlich die Aussaat“, so Friedrich Bickel bei der Übergabe. Die Fläche des Landwirtschaftsbeitrages im Klingenweiherpark stand die letzten Wochen unter enormer Sonneneinstrahlung, pflichtet auch Beatrix Getze, Mitarbeitern der Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH, bei. Die Herausforderung der ausreichenden Bewässerung dürfte nun allerdings gelöst sein: Freundlicherweise stellte die REHAU AG & Co., welche auch ein Werk im nahegelegenen Feuchtwangen betreibt, dem Team „Ackerschätze“ mehrere Gartenschläuche kostenfrei zur Verfügung. Beatrix Getze freut sich besonders über eine Tatsache: „Durch die Unterstützung verringert sich nicht nur der Arbeitsaufwand des Teams. Sie ist auch ein gutes Zeichen für die vielen Ehrenamtlichen, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird.“ Dem Blühen und Grünen kommendes Jahr auf der Gartenschau der Heimatschätze steht somit nichts mehr im Wege.

Das Team „Ackerschätze“ und die Natur in Wassertrüdingen 2019 GmbH bedankt sich herzlich bei REHAU! 


Übergabe der von REHAU gesponserten Gartenschläuche: Mit Friedrich Bickel als Vertreter des Teams „Ackerschätze“ freut sich Beatrix Getze sowie die gesamte Gartenschau.

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06.07.2018 Besuch des Bereichs 3 „Planung und Bau“ der Regierung von Mittelfranken

Nicht einmal mehr ein Jahr, dann öffnet die Gartenschau der Heimatschätze in Wassertrüdingen ihre Tore. Die Baumaßnahmen laufen bereits auf Hochtouren. Der Bereich 3 „Planung und Bau“ der Regierung von Mittelfranken ist Fördergeber für die investiven Maßnahmen und nutzte am 04.07.2018 die Gelegenheit, um sich im Rahmen einer Informationsfahrt vor Ort ein Bild von den geförderten Projekten in Wassertrüdingen zu machen.

 „Mal dir dein eigenes Bild. Male es nur für dich, male es von ganzem Herzen und jeder Tag leuchtet in den schönsten Farben“, gab Wassertrüdingens Bürgermeisterin Monika Breit in ihrer Begrüßung den Besuchern für ihren Aufenthalt in Wassertrüdingen mit auf den Weg und betonte so die Wichtigkeit, mit eigenen Augen die Fortschritte bei den Geländearbeiten zu sehen.

Monika Breit, Stadtbaumeister Thomas Nägele sowie die beiden Geschäftsführer der Gartenschau, Robert Sitzmann und Peter Schubert, empfingen die Gäste im Bürgersaal. Die knapp 50 Gäste erfuhren hier allgemeines über das Projekt Gartenschau der Heimatschätze. Ein großes Anliegen war es den Beteiligten von Stadt Wassertrüdingen und Gartenschau, der Regierung von Mittelfranken für deren großes Engagement in Sachen Gartenschau zu danken. Die Regierung von Mittelfranken ist für die Förderung der Gartenschau durch das Land Bayern und die Europäische Union zuständig. Die Städtebauförderung ist ein Programm für Gemeinden zur Finanzierung städtebaulicher Maßnahmen. Hierdurch sollen Städte die Möglichkeit erhalten, sich zu erneuern und weiterzuentwickeln sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen ihrer Bewohner zu verbessern. Gerade hier zeigten die zuständigen Mitarbeiter großen Einsatz, die geplanten Baumaßnahmen mit den bestmöglichen Fördersätzen zu unterstützen.

Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Mitarbeiter der Regierung von Mittelfranken anschließend über die beiden Geländeteile geführt. Vor Ort konnten sich die Besucher von den großen Fortschritten auf den Baustellen am Wörnitz- sowie Klingenweiherpark überzeugen – ganz im Sinne der Worte von Bürgermeisterin Breit.


Baustelle im Wörnitzpark: Erläuterung der Baumaßnahmen  

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25.06.2018 Headliner für das Sommerfest der Gartenschau steht fest

Der Hauptact für das Sommerfest der Gartenschau am Samstag, den 29. Juni 2019, steht fest: Die aus Hannover stammende Band Marquess wird in den Abendstunden auf der Hauptbühne im Wörnitzpark auftreten.

Sommerfeste gehören zu den kulturellen Höhepunkten einer jeden Gartenschau. Die Gartenschau der Heimatschätze, wie der offizielle Titel verkündet, findet vom 24. Mai bis 8. September auf zwei Geländen in Wassertrüdingen statt.

Den ganzen Tag über sorgen verschiedene Programmpunkte für die Unterhaltung der Besucher, unter anderem wird es Tanz- und Musikeinlagen geben. Gekrönt wird der 29. Juni 2019 vom einem Abschlussfeuerwerk. Als Headliner für die Abendshow konnten die Verantwortlichen nun die Band Marquess gewinnen.

Seit der Debüt-Single „El Temperamento" im Jahr 2006 legten Marquess zahlreiche Hits wie „Vayamos Companeros", „La Vida Es Limonada", „Arriba" oder „Bienvenido" nach. Europaweit können sie sich über große Erfolge freuen, ihre Songs werden regelmäßig zu Sommerhits.

Bislang veröffentlichte die Band acht Studioalben, ihr aktuelles Album „En Movimiento“ erschien im April 2018.

Die Popmusik-Band rund um Sänger Sascha Pierro, Gitarrist Dominik Decker und Keyboarder Christian Fleps spielt vorrangig spanischsprachige Songs, die sich durch Latino-Einklänge und karibische Rhythmen auszeichnen.


Von links nach rechts: Sänger Sascha Pierro, Gitarrist Dominik Decker, Keyboarder Christian Fleps /Foto: KUKA ENTERTAINMENT GmbH

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12.06.2018 Richtfest des Aussichtspavillons

Am Dienstag, den 12.06.2018, um 16 Uhr fand das Richtfest des Aussichtspavillons – dem sogenannten Gelenkgebäude – am Wörnitzpark statt. Der Richtspruch wurde von Herrn Helmut Burger von der Zimmerei Burger aus Geilsheim vorgetragen. Die zweite Bürgermeisterin Monika Breit bedankte sich bei den Mitarbeitern der Zimmerei Burger für ihren Einsatz und wünschte weiterhin gutes Gelingen. Gemeinsam mit den Besuchern wurde dann bei einem Glas Sekt auf den Baufortschritt und den weiteren erfolgreichen Bau angestoßen.

Der neue, schon von Weitem zu erkennende Aussichtspavillon auf dem Platz an der Heubrücke soll Blickfang und Wahrzeichen für den neuen Stadteingang werden. Auf seinen drei Ebenen wechselt der Ausblick von Plattform zu Plattform vom Stadtbild über die Wörnitzaue bis hin zur Rundumsicht und lädt dazu ein, Altbekanntes und bisher vielleicht Unentdecktes aus einer neuen Perspektive zu bestaunen.

Während der Gartenschau beherbergt das Gelenkgebäude neben einer Dauerausstellung zur Flusswirtschaft auch den Landkreispavillon, welchen die Landkreise Ansbach, Donau-Ries und Weißenburg-Gunzenhausen gemeinsam bespielen.

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06.06.2018 „Aus Liebe zur Heimat“: Der Beitrag der Landwirtschaft

Vom 24. Mai bis 8. September 2019 lädt Wassertrüdingen zur Gartenschau der Heimatschätze. Die Baumaßnahmen hierzu laufen mit Hochdruck. Doch nicht nur das Gartenschau-Team bereitet sich intensiv auf das kommende Jahr vor. Zahlreiche Gruppen, Verbände und Vereine aus der Region bringen sich in die Gartenschau mit ein und beginnen schon jetzt mit der Vorbereitung eines abwechslungsreichen Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramms. So auch die heimische Landwirtschaft.

Im Klingenweiherpark wird sich die Landwirtschaft im kommenden Jahr den Besuchern unter dem Motto „Ackerschätze“ zeigen. Im Rahmen des Beitrages soll hier erstmals landwirtschaftliche Urproduktion erlebbar gemacht werden. Wie viel Arbeit hinter dem Projekt steckt, merkt man, wenn man die Vorbereitungen im Vorfeld beobachtet. Eine Fläche von rund einem Hektar gilt es auf 108 Tagen Gartenschau zu präsentieren. Das geplante Angebot reicht von einem Maislabyrinth, einer Getreideanbaufläche sowie einem Bereich mit Tieren bis hin zu einem Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Festgottesdiensten und Aktionstagen. Doch auch am Baustellenfest der Gartenschau am 23.09.2018 soll der Ausstellungsbereich für die Besucher interessant bespielt werden.

Bis dahin sind es nur noch wenige Monate. Einige Mitwirkende trafen sich am 24.05.2018 – also exakt ein Jahr vor Eröffnung der Gartenschau – im Klingenweiherpark, um die nächsten Schritten zu planen. Viel zu bereden gab es allemal. Unter anderem wurde über den anstehenden Aufbau der Scheune gesprochen, die noch vor der Sommerpause von den Schülern des Berufsschulzentrums Gunzenhausen aufgestellt wird.

Außerdem ist für den 8. Juni eine große „Pflanzaktion“ geplant. Vor allem Kräuter und Bauerngartenstauden sollen hier gepflanzt werden, um für eine „blumige“ Atmosphäre bereits am Baustellenfest zu sorgen und die Besucher auf die Gartenschau und den Landwirtschaftsbeitrag richtig einzustimmen. Enorme Arbeit macht hier nicht nur das Bearbeiten der Ackerfläche und das Einsetzen, sondern auch das regelmäßige Bewässern der Pflanzen.

Der landwirtschaftliche Beitrag verlangt den ehrenamtlichen Helfern viel Zeit und Mühen ab, doch die Arbeiten am Ackerfeld geschehen aus Überzeugung und Liebe zur Heimat, wie die aktiven Bäuerinnen anführen. Immerhin veranstaltet Wassertrüdingen kommendes Jahr die Gartenschau der Heimatschätze und gerade Landwirte ernähren und gestalten unsere Heimat. Jedoch hat das Image der Landwirtschaft in den letzten Jahren gelitten, wie Friedrich Bickel, Landwirt aus Wassertrüdingen und Bewirtschafter des Gartenschau-Feldes, weiß: „Die Landwirtschaft wird in den Medien oft und vermehrt einseitig kritisiert. Die Gartenschau bietet uns daher eine gute Plattform, um die Landwirtschaft vielen Besuchern begreifbar zu machen, Vorurteile auszuräumen und die Arbeit und Leistung der Landwirte hautnah einem großen Publikum näher zu bringen.“

Bei allen ehrenamtlich Beteiligten wird deutlich, dass es sich bei dem Landwirtschaftsbeitrag um eine Herzensangelegenheit handelt, durch den sowohl bei den Besuchern um Verständnis für die Arbeit der Landwirte geworben als auch die Wichtigkeit regionaler Erzeugnisse betont werden soll.

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